Corona: Mehr Infektionen und eine neue Variante
Inhalt des Artikels:
- Wie ist die aktuelle Situation bei Corona?
- Sollte man sich nochmal impfen lassen?
- Schützen die Corona-Impfungen auch gegen die neuen Varianten?
- Welche Variante ist gerade am verbreitesten?
- Welche Symptome löst Stratus aus?
- Ist die Stratus-Variante gefährlicher?
- Was ist die Frankenstein-Variante?
- Ist Corona immer noch meldepflichtig?
Wie ist die aktuelle Situation bei Corona?
Die deutschlandweite 7-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 5,6 laborbestätigten COVID-19-Fällen je 100.000 Einwohner. Dieser Wert ist in den vergangenen 4 Wochen stabil geblieben.
In den Bundesländern zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Das Saarland hat mit 11,2 COVID-19-Fällen je 100.000 Einwohner im Moment die höchste Inzidenz. Bremen hat mit 1,9 COVID-19-Fällen je 100.000 Einwohner die niedrigste.
Dass es gerade wieder etwa mehr Corona-Fälle gibt ist laut der Virologin Ulrike Protzer von der Technischen Universität München nicht ungewöhnlich. Sie sagte dem Bayrischen Rundfunk: "Wenn man die Zahl der Corona-Infektionen und auch anderer Atemwegsviren mit dem letzten und vorletzten Jahr vergleicht, ist das im gleichen Rahmen."
Sollte man sich nochmal impfen lassen?
Die Ständige Impfkomission (Stiko) empfiehlt Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf oder einem erhöhten arbeitsbedingten Infektionsrisiko eine jährliche AuffrischungsImpfung im Herbst.
Dazu gehören:
- alle Menschen ab 60 Jahren
- Babys ab 6 Monaten mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf wegen einer Grunderkrankung
- Bewohner von Pflege-Einrichtungen
- Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
- Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen mit direktem Kontakt zu Patienten oder Bewohnern
Schützen die Corona-Impfungen auch gegen die neuen Varianten?
Die WHO geht davon aus, dass die aktuellen Impfstoffe auch gegen Stratus wirksam sind und vor schweren Verläufen schützen. Es könnte den Angaben zufolge aber sein, dass die Mutationen von Stratus es den Antikörpern etwas schwerer macht, die Viren zu bekämpfen.
Welche Variante ist gerade am verbreitesten?
Nach Angaben des RKI löst die Corona-Variante Stratus (XFG) momentan mehr als 60 Prozent der nachgewiesenen COVID 19-Infektionen aus. Stratus hat damit die Corona-Variante Nimbus (NB.1.8.1) abgelöst, die vorher besonders oft aufgetreten ist.
Welche Symptome löst Stratus aus?
Angeblich soll die Stratus-Variante stärkere Halsschmerzen auslösen als vorangegangene Corona-Varianten. Belegt ist das aber nicht. Bei einer Infektion mit Stratus sollten also ähnliche Symptome wie bisher auftreten. Dazu zählen zum Beispiel Fieber, Abgeschlagenheit, Husten und Halsschmerzen.
Ist die Stratus-Variante gefährlicher?
Nein, die sogenannte Stratus-Variante (XFG) steht zwar unter Beobachtung der Weltgesundheitsorganisation. Bisher gibt es aber keine Hinweise darauf, dass Stratus zu schwereren Erkrankungen oder mehr Todesfällen führt als andere Varianten.
Was ist die Frankenstein-Variante?
Frankenstein ist ein anderer Namen für die Stratus-Variante. Er wurde ihr deshalb gegeben, weil sie sich aus Mutationen verschiedener Untervarianten von Omikron zusammensetzt. Die sogenannte Rekombination ist bei Viren aber nicht ungewöhnlich.
Ist Corona immer noch meldepflichtig?
Ja, eine COVID 19-Infektion ist weiter meldepflichtig. Das bedeutet, dass eine Infektion innerhalb von 24 Stunden an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden muss. Zu der Meldepflicht gehört unter anderem, dass Ärzte und Labore melden müssen, wenn der Verdacht auf eine COVID 19-Erkrankung besteht oder sie bereits nachgewiesen wurde.
MDR (akq)
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