Ein deutscher Astronaut fliegt mit der Artemis-Mission zum Mond
Esa-Generaldirektor Josef Aschbacher sagte, der erste Mondflug von Europäern sei im Rahmen der US-Mondmission Artemis geplant. "Ich habe entschieden, dass die ersten Europäer, die auf einer Mondmission fliegen werden, Esa-Astronauten deutscher, französischer und italienischer Nationalität sein werden", so Aschbacher. Wer genau mit zum Mond darf, sagte Aschbacher nicht.
Gerst und Maurer mit großen Ambitionen
Sowohl Alexander Gerst als auch Matthias Maurer bereiten sich auf eine solche Mission vor. Nach dem deutschen Astronauten seien ein französischer und ein italienischer an der Reihe, so Aschbacher auf der Esa-Ministerratskonferenz in Bremen. Gerst und Maurer haben mehrfach ihre Bereitschaft erklärt. So antwortete Matthias Mauer im MDR Wissen-Interview auf die Frage, ob er für eine Mission auch ein ganzes Jahr auf den Mond fliegen würde: "Ich bin dabei!"
Aber vielleicht wird es auch eine Astronautin. Die deutschen Astronautinnen Amelie Schoenenwald und Nicola Winter sind seit 2022 Mitglieder der Astronautenreserve der Esa. Bundesraumfahrtministerin Dorothee Bär (CSU) antwortet mit einem eher launigen Kommentar auf die Frage, ob ein Deutscher oder eine Deutsche mit dem "Artemis"-Programm Richtung Mond fliegen wird. "Ich habe mich selber ins Spiel gebracht, aber bin bis jetzt abgelehnt worden. Schauen wir mal."
Startfenster öffnet sich 2028
Die USA wollen mit dem "Artemis"-Programm wieder Astronauten zum Mond bringen. In der ersten Jahreshälfte 2026 sollen vier US-Astronauten bei der rund zehntägigen Mission "Artemis 2" den Mond umrunden. 2027 sollen bei "Artemis 3" nach mehr als einem halben Jahrhundert wieder Astronauten auf dem Mond landen. "Artemis 4" ist bisher für 2028 anvisiert, Experten rechnen allerdings mit Verschiebungen – erst ab dieser Mission könnte ein Deutscher mit dabei sein.
Die europäische Raumfahrtbehörde Esa ist am "Artemis"-Programm beteiligt. Sie liefert mit dem im Bremer Airbus-Werk gefertigten europäischen Servicemodul eine wichtige Komponente des "Orion"-Raumschiffs, das die Astronauten in die Mondumlaufbahn bringen soll. Das Raumschiff selbst fliegt mit Navigationsgerät aus Jena durchs All. Gemeinsam wollen die Raumfahrtbehörden auch die Mondstation bauen. "Gateway" soll den Mond umkreisen, ähnlich wie die ISS die Erde.
gp,esa,dpa
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