• In den Skipass-Preisen schlagen sich unter anderem die Kosten für den Betrieb der Wintersportanlagen nieder, wie Personal-, Energie- und Werbekosten.
  • Laut ADAC sind kleinere oder mittlere Skigebiete wie in Mitteldeutschland deutlich günstiger als große alpine Skiregionen.
  • Der Geschäftsführer der Schwebebahn am Fichtelberg beobachtet, dass sich weniger Menschen Skifahren leisten können als noch vor ein paar Jahren.

Seit ein paar Tagen hat die Saison für Stefan Uhlmann begonnen. Der Geschäftsführer der Skiarena in Eibenstock im Erzgebirge sorgt für gute Bedingungen für seine Ski-Gäste. "Ich bin am Skihang, wir sind jetzt am Präparieren, weil wir 15 Uhr die Skipiste öffnen. Es hat heute früh geschneit."

Wie sich die Skipass-Preise zusammensetzen

Eibenstock ist eine richtige Winterlandschaft, die Bäume sind weiß verhangen. Es ist ein früher Wintereinbruch, was sehr gut sei, findet Uhlmann. Für die Skifahrerinnen und Skifahrer sei der Preis von 24 Euro für den Skipass in Eibenstock in den letzten Jahren stabil geblieben.

Er erklärt, wie sich der Preis zusammensetzt: "Alle Betriebskosten, die wir in so einer Anlage haben – von Werbung über Energie, Diesel, Personal, Gastropreise, alles, was dazu gehört – stecken ja irgendwo in den Ticketpreisen mit drin." Vier Lifte sind in der Skiarena Eibenstock rund um einen Pistenkilometer aktiv.

Kleinere Skigebiete bleiben erschwinglicher

Es seien vor allem die kleineren Skigebiete, die den Wintersport finanziell bisher noch für fast alle möglich machen, fasst Melanie Mikulla vom ADAC zusammen. "Gerade preisbewusste Skifahrer profitieren von kleineren oder mittleren Skigebieten, da die natürlich deutlich günstiger sind als große alpine Skiregionen." Wer also nicht hunderte Pistenkilometer benötigt, könne hier eine gute und vor allem bezahlbare Alternative finden.

Es sei wahrscheinlich, dass die klimatischen Bedingungen den Breitensport zukünftig noch preisintensiver machen werde, glaubt Derrick Schönfelder vom Skiverband Sachsen. Mittlerweile müssten viele in Regionen reisen, wo die Schneegarantie noch hoch ist. Er prognostiziert, "dass der Aufwand deutlich höher wird und damit natürlich auch steigende Kosten verbunden sind."

Klimawandel macht Skifahren immer teurer

Eine elitärere Ausrichtung im Skisport sieht Schönfelder aber nicht. René Lötzsch von der Schwebebahn am Fichtelberg macht in seinem kleinen Skigebiet im Erzgebirge andere Beobachtungen. Er sieht sehr wohl, dass sich nicht mehr alle den Sport leisten können – zumindest nicht so wie noch vor ein paar Jahren.

"Skifahren ist und bleibt ein teurer Freizeitsport. Und es gibt ja gewisse Sachen, die schlussendlich auch wichtiger sind wie Freizeit und Sport. Und da wird bei dem ein oder anderen auch gespart, sodass man statt zweimal bloß noch einmal oder statt fünfmal bloß noch dreimal zum Skifahren geht. Und das merkt man natürlich schon."

Das Tagesticket am Fichtelberg wurde in diesem Jahr leicht erhöht. Das falle vor allem bei Wochen- oder Mehrtagespässen ins Gewicht, weiß Lötzsch. Er freut sich aktuell besonders über das steigende Interesse von Skigästen aus Tschechien.

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