IT-Sicherheitsexperte erwartet Zunahme von Hackerangriffen
Der IT-Sicherheitsexperte Manuel Atug erwartet, dass die Zahl der Hackerangriffe in Deutschland weiter steigen wird. Als Grund nannte er im Interview mit MDR AKTUELL, dass die Bundesländer bisher keine Maßnahmen beschlossen haben, um die Cybersicherheit zu verbessern.
"Und so wartet jeder auf den anderen und niemand möchte die Verantwortung in die Hand nehmen". Auch, dass für mehr Cybersicherheit teures Geld investiert werden müsse, schrecke die Länder ab.
Experte: Kriminelle Hackerbanden greifen jeden Bereich an
Atug zufolge ist kein Bereich, keine Branche vor Hackerangriffen sicher. So seien etwa die Bereiche Medien, Kultur, Staat und Verwaltung bei Cybersicherheit und Sicherheitsmaßnahmen generell schlecht aufgestellt. "Bei den Kommunen sehen wir, dass die der Reihe nach erfolgreich angegriffen werden". Das käme auch bei kommunalen Dienstleister vor. Zuletzt wurde in Sachsen-Anhalt zum Beispiel bei Cyberangriffen auf Halle und Querfurt Sirenenalarm ausgelöst.
Das Interview in voller Länge zum Nachhören:
Den Tätern geht es, wie Atug erklärt, nur darum, wo sie am meisten Geld erpressen könnten. "Das sind hoch organisierte kriminelle Täterstrukturen, Bandenkriminelle, die sich weltweit virtuell zusammenschalten (...) und die greifen jeden und alles an", so der Experte. Auch hinter dem Hackerangriff auf die Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden vermutet er einen solchen Erpressungsversuch.
MDR (akq)
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke