Akzeptanzproblem: Wie kann der Lithium-Abbau in Mitteldeutschland gelingen?
Ein Forschungsteam des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (Halle), der Universität Halle und des Deutschen Lithiuminstituts untersucht, wie der Lithiumabbau und die Verarbeitung in Mitteldeutschland gestaltet werden kann. Dabei nehmen sie neben den wirtschaftlichen auch soziale und ökologische Aspekte in den Blick. Ziel sei unter anderem, herauszufinden, welche dieser Faktoren die Akzeptanz des Lithium-Bergbaus in der Gesellschaft beeinflussten.
Die Betroffenen mitnehmen
Projektleiter Vladislav Valentinov zufolge wollen die Forschenden verstehen, welche Erwartungen, Sorgen und Werte vor Ort aufeinandertreffen. In Mitteldeutschland gibt es in der Altmark und dem Erzgebirge größere Lithiumvorkommen. Es könne aber nur gelingen, sie zu erschließen, wenn die Menschen in diesen Regionen mitgenommen würden.
Den Forschenden zufolge birgt der Abbau von Lithium Potenziale für die regionale Wertschöpfung und die Entwicklung ländlicher Räume. Auf der anderen Seite gebe es aber auch große Herausforderungen in Hinblick auf Umweltbelastungen. Außerdem drohten Konflikte um Landnutzung und es gebe auch die Sorge um die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner. Das Team analysiere deshalb, wie die unterschiedlichen Interessengruppen den Lithiumabbau wahrnehmen – von Bürger und Bürgerinnen über Unternehmen bis hin zur Kommunalpolitik. So wollen sie herausfinden, welche Bedingungen für Vertrauen, Dialog und Mitgestaltung notwendig seien.
Im Dialog mit den Menschen vor Ort
Dazu werde das interdisziplinäre Forschungsteam auch mit den Menschen vor Ort in den direkten Dialog treten. In Interviews, Workshops und Diskussionsveranstaltungen sollten Menschen aus Zivilgesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammengebracht werden, um gemeinsame Perspektiven für die Lithiumgewinnung und -verarbeitung zu erarbeiten.
Links/Studien
Mehr Informationen über das Forschungsprojekt "LITHIUM_AKZEPTANZ" zum Aufbau gesellschaftlicher Akzeptanz als Grundlage zur Entwicklung einer nachhaltigen Lithiumwertschöpfung in Deutschland gibt es beim Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO).
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