Doktortitel aberkannt: Ministerpräsident Voigt kündigt Klage an
Die Technische Universität Chemnitz hat dem Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) den Doktortitel aberkannt. Das teilte die Staatskanzlei in Erfurt am Mittwochnachmittag mit. Voigt selbst kündigte eine Klage vor dem zuständigen Verwaltungsgericht an.
Die Entscheidung der Philosophischen Fakultät sei nicht nachvollziehbar, so Voigt. Der wissenschaftliche Kern seiner Arbeit sei von den Vorwürfen nicht betroffen, das habe ein von der Universität beauftragter Sachverständiger eindeutig bestätigt. Warum die TU ihrem eigenen Gutachten nicht folge, sei für ihn nicht nachvollziehbar, so der Ministerpräsident.
Noch am Nachmittag will sich Voigt zu den Vorgängen äußern - eine Pressekonferenz wurde kurzfristig angesetzt.
"Plagiatsjäger" hatte Voigt angezeigt
Im Sommer 2024 hatte sich der österreichische Kommunikationswissenschaftler Stefan Weber an die Hochschule gewandt und Voigt wegen vermeintlicher Plagiate in dessen Doktorarbeit angezeigt. Der selbsternannte "Plagiatsjäger", machte sich in der Vergangenheit unter anderem dadurch einen Namen, dass er akademische Arbeiten von Prominenten und Politikern auf Plagiate prüfte.
Voigts Dissertation "Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf. George W. Bush gegen John F. Kerry" war 2010 veröffentlicht worden.
MDR (dvs)
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