Alstom eröffnet neue Fertigungshalle in Bautzen
In Bautzen hat der französische Schienen-Fahrzeughersteller Alstom am Mittwochnachmittag eine neue Werkshalle eingeweiht. Laut Unternehmen wurde die Halle in nur sieben Monaten bei laufendem Betrieb errichtet. Künftig könne dadurch an mehr Fahrzeugen gleichzeitig gearbeitet werden: mit Endfertigungen, Kundenabnahmen und Vorbereitungen zur Auslieferung.
Wettbewerbsfähig bauen am Standort Bautzen
Der Alstom-Präsident für Zentral- und Nordeuropa, Tim Dawidowsky, sprach von einem wichtigen Meilenstein der Transformation hin zu einer modernen, optimierten industriellen Fertigung. "Die Erweiterung dieser Halle ist wichtig, nicht nur für Bautzen, sondern auch für uns als Alstom in Deutschland, weil es in diesem traditionsreichen Standort zeigt, dass wir Züge auch hier wettbewerbsfähig bauen können", so Dawidowsky. Er stellte auch die Möglichkeit künftiger Erweiterungen des Standortes in Aussicht.
In Bautzen würden unter anderem Straßenbahnen für Dresden, Berlin und Magdeburg, sowie die S-Bahn-Züge für Hamburg gebaut. Hinzu komme "ein Milliardenauftrag" mit der S-Bahn Rheinland, für den in Bautzen mindestens 90 S-Bahn-Züge gebaut werden sollen. Laut Konzern und Freistaat Sachsen ist das Werk in Bautzen einer der modernsten Produktions- und Teststandorte Europas und sichere mehr als 1.000 Arbeitsplätze in der Oberlausitz.
Und was passierte mit Alstom in Görlitz (zum Aufklappen)?
- Der Schienenfahrzeugkonzern hatte sein Görlitzer Werk voriges Jahr geschlossen. Damit endeten 175 Jahre Waggonbau in Görlitz.
- Rund 170 Beschäftigte waren laut Alstom nach Bautzen gewechselt.
- Das Görlitzer Werk hat der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS übernommen, der dort nun Panzerkomponenten herstellen will.
- 350 bis 400 einstige Alstom-Mitarbeiter in Görlitz wechselten zu KNDS.
Großer Bahnhof in der neuen Produktionshalle in Bautzen. Mitarbeiter, Politiker und die Konzernführung weihten den Bau ein.Bildrechte: picture alliance/dpa | Sebastian KahnertMDR (kk/ssc)/dpa
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