Der Maler und Grafiker Günter Richter ist tot. Wie die Galerie Koenitz MDR KULTUR bestätigte, ist der Künstler am 1. Februar im Alter von 92 Jahren gestorben. Richter zählte zur Leipziger Schule.

Am 7. Mai 1933 in Meißen geboren, absolvierte er zunächst eine Ausbildung an der Staatlichen Porzellanmanufaktur. Von 1953 bis 1958 studierte er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, unter anderen bei Bernhard Heisig und Emil Koch. Danach arbeitete er als freischaffender Künstler.

Der Leipziger Maler Günter RIchter im Selbstporträt.Bildrechte: Galerie am Sachsenplatz

Lehrer in Altenburg, Dozent in Leipzig

Zusammen mit Arno Rink, Peter Sylvester und anderen jungen Künstlern gehörte Günter Richter 1972 zu den Gründern der Leipziger Grafikbörse, die er zeitweise leitete. Von 1989 bis 1992 war er als Lehrer im Jugendstudio des Lindenau-Museums Altenburg tätig, ab 1990 als Dozent an der HGB. 1981 erhielt Richter den Kunstpreis der Stadt Leipzig.

Der Kunsthistoriker Volker Zschäckel von der Leipziger Galerie am Sachsenplatz sagte MDR KULTUR: "Günter Richter war in seiner Generation einer der ersten Maler, die das gemacht haben, was dann zehn Jahre später, also Anfang der 70er-Jahre, als sogenannte Leipziger Schule ins Gespräch gebracht worden ist."

Günter Richters Gemälde "Das leere Haus" von 1982.Bildrechte: Galerie am Sachsenplatz

Zu Richters Hauptthemen gehörten vom Verfall gezeichnete Stadtlandschaften, Porträt- und Figurenbilder sowie kärgliche Stillleben. Auch seine Affinität zum Surrealismus oder zu surrealen Elementen, sei kennzeichnend für seine Kunst, so Kunsthistoriker Zschäckel.

Günter Richters Werke sind in verschiedenen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten und werden in zahlreichen Museen gezeigt – etwa in Altenburg, Gera, Erfurt, Halle, Dresden, Leipzig und der Nationalgalerie Berlin.

Quelle: MDR KULTUR (Andreas Höll); redaktionelle Bearbeitung: lig

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