• Deutlich kälter, sonniger und etwas zu trocken ist der Januar 2026 in Mitteldeutschland – ein Wintergefühl, das zuletzt selten war.
  • Durchschnittstemperaturen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen lagen klar unter dem Mittel 1991–2020, mit vielen Eistagen.
  • Doch es gab in diesen 30 Jahren auch noch strengere Winter.
  • Städte zeigten besonders starke Temperaturabweichungen, während höhere Lagen wie der Brocken nahe am langjährigen Mittel lagen.

Auch MDR-Meteorologin Michaela Koschak blickt auf den Januar mit einer klaren Wahrnehmung zurück: "Der Januar 2026 war in Mitteldeutschland geprägt von einem echten Winter-Feeling, das in den letzten Jahren eher selten geworden war." Im Vergleich zum vieljährigen Mittel der Periode 1991–2020 war der Monat spürbar kälter, deutlich sonniger und etwas zu trocken.

Zweistellige Zahl an Eistagen mindestens ungewöhnlich

Der Blick auf unsere Wetterdaten stützt das. Sowohl in Sachsen als auch in Sachsen-Anhalt und Thüringen lagen die Temperaturen im Vergleich zur genannten Referenzperiode unter dem vieljährigen Mittel: In Sachsen betrug die Durchschnittstemperatur -1,8 Grad Celsius, in Sachsen-Anhalt -1,3 Grad und in Thüringen -1,6.

In allen drei Ländern war die Zahl der Eistage, an denen das Thermometer nicht über null Grad klettert, zweistellig. Zuletzt gab es das in einem Januar im Jahr 2017. Die historischen Gebietswerte für die drei Länder zeigen aber auch, dass es in den 30 Jahren zwischen 1991 und 2020 noch strengere Winter gab, nämlich in den Jahren 1996, 1997, 2006 und 2010.

Starke Temperatur-Abweichungen gab es diesen Januar in den Städten: In Magdeburg lag die Abweichung von der Durchschnittstemperatur -2,4 Grad, gemessen wurden im Schnitt -0,9 Grad Celsius. Flächendeckend wurden Minustemperaturen registriert, die geringsten Abweichungen vom Mittel gab es dabei noch in den höheren Lagen, auf dem Brocken war es mit -3,4 Grad Celsius so kalt wie im vieljährigen Mittel.

MDR(pfh)

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