Newsblog: 5.000 Menschen reihen sich in Menschenkette in Dresden ein
- Hier finden Gedenkveranstaltungen und Aktionen am Freitag in Dresden statt.
- Hier sind Straßen und Parkplätze gesperrt, Einschränkungen für den Nahverkehr
- Informationen zum eingeschränkten Bahnverkehr am Wochenende in Dresden
21:58 Uhr | Tickerende
Ein langer Gedenktag endet in Dresden und an der Stelle auch der Ticker von MDR SACHSEN. Morgen setzen wir die Berichterstattung rund um das Demonstrationsgeschehen in Dresden fort.
21:45 Uhr | Glocken läuten zur Erinnerung
Von 21:45 Uhr bis 22 Uhr läuten die Glocken aller Dresdner Kirchen - genau zum Zeitpunkt der Luftangriffe vor 81 Jahren. Sie mahnen seit dem Jahr 1946 für Frieden.
20:33 Uhr | Antifaschistischer Protestzug auf dem Altmarkt
Der antifaschistisches Protestzug ist mit Fahnen auf den Altmarkt gezogen. Er stößt zu einer bereits bestehenden Veranstaltung. Angemeldet sind 1.000 Menschen, die unter dem Motto "Kein Ort für Nazis" demonstrieren wollen.
Der Altmarkt in Dresden ist einer der zentralen historischen Plätze, an denen der Bombardierung der Stadt im Februar 1945 gedacht wird. Bildrechte: MDR/Adam Beyer19:56 Uhr | 5.000 Menschen haben sich in Menschenkette eingereiht
Am 81. Jahrestag der Bombardierung Dresdens haben sich 5.000 Menschen in die Menschenkette um die Altstadt eingereiht. Das teilte die Stadt mit. Im vergangenen Jahr waren es 10.000 gewesen. So viele waren auch in diesem Jahr erwartet worden.
19:46 Uhr | "Dresden Wi(e)dersetzen protestiert gegen Gedenkkultur
Das Bündnis "Dresden Wi(e)dersetzen" hatte zu einem Gegenprotest gegen das öffentliches Gedenken aufgerufen. Es gab mehrere Zubringer-Demos. Eigenen Angaben zufolge beteiligten sich mehr als 1.000 Menschen an der Demonstration.
Mit Tranparenten brachte das Bündnis "Dresden Wi(e)dersetzen" seine Meinung zur Gedenkkultur zum Ausdruck. Bildrechte: xcitePRESS/Tyran SobadkyMit Musik und Sprechchören zogen sie gemeinsam in Richtung Dresdner Altstadt. Die Teilnehmer protestieren nach eigenen Angaben gegen die Form des öffentlichen Gedenkens sowie gegen eine aus ihrer Sicht rechtsextreme Vereinnahmung des Themas.
Etwa 1.000 Menschen nahmen an der Demo gegen das Gedenken teil. Bildrechte: xcitePRESS/Tyran Sobadky19:38 Uhr | Coventrys Oberbürgermeisterin findet Dresdner Gedenken "bewegend"
Auch Gäste aus Dresdens britischer Partnerstadt Coventry reihten sich in die Menschenkette ein, darunter Oberbürgermeisterin Rachel Lancaster. Sie betonte, es sei sehr bewegend zu sehen, wie Menschen aller Altersgruppen zusammenkämen, um einen Schutzring um die Altstadt von Dresden zu bilden.
Gemeinsam mit Dresdens Erstem Bürgermeister Jan Donhauser stand Coventrys Oberbürgermeisterin Rachel Lancaster in der Menschenkette. Bildrechte: MDR/Adam BeyerDies sei eine starke Botschaft und ein Symbol für Hoffnung und Einheit. Die heutige Freundschaft beider Städte sei ein Zeichen dafür, dass sich Konflikte und Verlust überwinden ließen, sagte Lancaster. Coventry war durch deutsche Luftangriffe am 14. November 1940 zerstört worden.
19:21 Uhr | Weitere Gedenkveranstaltungen auf dem Altmarkt
Nach der Menschenkette geht das Gedenken in Dresden weiter. Unter dem Motto "Kein Platz für Faschisten - Zusammen gegen rechte Vereinnahmung" ist bis 21:45 Uhr auf dem Altmarkt eine Versammlung anmeldet worden. Dort soll unter anderem der Film "Die Juden sind weg" gezeigt werden.
Außerdem gibt es eine Gesprächsrunde mit Vertretern von "Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen", "Willkommen in Löbtau", "Chemnitz verbindet" und vom Gedenkort "Alter Leipziger Bahnhof".
Die Polizei rechnet auch in diesem Fall mit einem ruhigen Verlauf. "In den vergangenen Jahren hatte die AfD hier immer eine Versammlung angezeigt, wo es Gegenprotest gab", sagte Polizeisprecher Thomas Geithner. In diesem Jahr gebe es zwar den Gegenprotest, aber nicht "die Anlassversammlung".
19:01 Uhr | "Wir wollen ein friedliches Zeichen des Zusammenhalts setzen"
An der Menschenkette haben sich auch Wenzel Förster und Martha Schmidt beteiligt. "Meine Hauptmotivation ist, dass ich in den letzten Jahren mitgekriegt habe, dass der Tag von rechtem Gedankengut vereinnahmt wurde. Dem wollte ich ein friedliches Zeichen des Zusammenhalts entgegensetzen", sagte Martha Schmidt, die erst vor kurzem nach Dresden gezogen ist.
Für Wenzel Förster und Martha Schmidt war es wichtig, mit vielen Menschen gemeinsam in der Menschenkette zu stehen. Bildrechte: MDR/Adam BeyerWenzel Förster sieht das ähnlich. Er kennt das Gedenken als Dresdner schon aus seiner Kindheit und Jugend. "Mich stört es auch, wenn die rechten und rechtsextremen Proteste rund umd den 13. Februar so stark sind und möchte dem etwas entgegensetzen."
18:12 Uhr | Menschenkette hat sich geschlossen
Unter dem Läuten der Kirchenglocken hat sich die Menschenkette um Dresdens Altstadt gegen 18 Uhr geschlossen. Tausende haben sich im Gedenken und in der Hoffnung auf eine friedliche Welt die Hand gereicht.
Gegen 18 Uhr hat sich die Menschenkette geschlossen. Mit dabei waren unter anderem Dresdens Bürgermeister Jan Donhauser und seine Amtskollegin aus der britischen Partnerstadt Coventry, Lord Mayor Rachel Lancaster.Bildrechte: MDR/Adam Beyer"Es steht heute über unserer Menschenkette als Zeichen, dass auch aus Zerstörung Versöhnung wachsen kann, wenn wir bereit sind, die Hand zu reichen", sagte Dresdnens Erster Bürgermeister Jan Donhauser (CDU) zuvor bei einem Grußwort. Mit der Menschenkette soll ein Zeichen gegen Krieg und Hass gesetzt werden. Sie wird seit 2010 jedes Jahr am Jahrestag der Zerstörung Dresdens gebildet.
18:01 Uhr | Polizeisprecher: Bisher ruhiger 13. Februar
Die Polizei in Dresden spricht bisher von einem ruhigen 13. Februar. "Es gab heute Versammlungen mit einer Teilnehmerzahl im niedrigen zweistelligen Bereich. Dabei ist es nicht zu konfrontativen Situationen oder Straftaten gekommen", sagte Polizeisprecher Thomas Geithner im Gespräch mit MDR SACHSEN. Eine Rolle spiele dabei sicherlich auch das verregnete Wetter.
"Es ist wirklich ein 13. Februar, wo Erinnerung und Gedenken im Vordergrund stehen", so der Polizeisprecher, der erst am Sonnabend mit einer anderen Situation rechnet, wenn Rechtsextremisten durch Dresden laufen. "Es wird natürlich Gegenprotest geben, um den Aufzug zu verhindern."
17:00 Uhr | Bürgersingen vor dem Kulturpalast
Rund 200 Menschen haben sich vor dem Kulturpalast zum gemeinsam Bürgersingen versammelt. Die Veranstaltung ist die Auftaktkundgebung für die Menschenkette, die sich um 18 Uhr schließen soll.
Bildrechte: MDR/Luise Scheermesser16:00 Uhr | Blumenkränze auf dem Heidefriedhof
In diesen Minuten beginnt vor der Frauenkirche auf dem Neumarkt das Stille Gedenken. Um 13 Uhr gab es auf dem Heidefriedhof ein Gedenken vom Verein "Denk mal fort".
15:30 Uhr | Bürgersingen vor der Menschenkette
Mit einer Menschenkette will Dresden an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg erinnern und ein Zeichen für Versöhnung und Miteinander setzen. Das Motto heißt 2026: "Gemeinsam Haltung zeigen. Jeden Tag." Um 17 Uhr gibt es eine Auftaktkundgebung am Kulturpalast mit einem gemeinsamen Bürgersingen und den Chören der Dresdner Philharmonie. Danach soll sich die Menschenkette formieren. Seit dem Einsturz der Carolabrücke umschließt sie nur auf der Altstädter Seite die Innenstadt.
Es sind alle Dresdnerinnen und Dresdner aufgerufen, herzukommen, um Haltung zu zeigen für unsere Demokratie und für Frieden.
Die Versammlungsleiterin der Menschenkette, die Rektorin der TU Dresden, Ursula Staudinger, hofft auf bis zu 10.000 Teilnehmende. Sie seien alle eingeladen, auch nach 18 Uhr am stillen Gedenken an der Frauenkirche teilzunehmen.
14:00 Uhr | Musik als Warnung
Wut, Wehmut, Widerstand – im Rahmen des heutigen Gedenkens spielt die Dresdner Philharmonie die 10. Sinfonie von Schostakowitsch bei einem sehr besonderen Konzert. Die Musik trifft dabei auf den eindrucksvollem Film "Oh To Believe in Another World" des Künstlers William Kentridge. Dirigent Michael Sanderling meint: "Eine wichtige, Mahnung und brandaktuell". Für ihn passt das Konzert auf besondere Weise zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens, an die Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft – an Krieg, Zerstörung und an das Leid, das von Deutschland ausging.
12:30 Uhr | Zeitzeugin Renate Aris: "So etwas Schlimmes soll nie wieder passieren!"
Rund 25.000 Menschen kamen am 13. und 14. Februar 1945 in Dresden ums Lebens. Aber einigen retteten die Bomben der Alliierten auch das Leben: Den letzten jüdischen Bewohnern Dresdens, die kurz vor ihrer Deportation standen. Die 90-jährige Renate Aris erinnert sich.
12:00 Uhr | OB Hilbert erkrankt
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert ist erkrankt. Das teilte die Stadtverwaltung MDR SACHSEN mit. Er kann nicht an den Gedenkveranstaltungen teilnehmen. Der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt der Delegation aus Coventry entfällt. Hilbert wird durch den Ersten Bürgermeister Jan Donhauser (CDU) vertreten.
11:20 Uhr | Kranzniederlegung auf dem Nordfriedhof
Am stillen Gedenken auf dem Nordfriedhof hat auch Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) teilgenommen.
11:00 Uhr | Verfassungsschutz zu Nazi-Aufmärschen heute und morgen
"Die rechtsextremistische Szene missbraucht den Jahrestag der alliierten Luftangriffe auf Dresden im Zweiten Weltkrieg, um ihre geschichtsrevisionistischen Narrative in die Öffentlichkeit zu tragen", sagt der Präsident des sächsischen Landesverfassungsschutzes, Dirk-Martin Christian. Der Jahrestag sei für die Rechtsextremisten seit Jahren auch eine Möglichkeit zur Vernetzung. Über soziale Netzwerke wie Instagram und Telegram würden vor allem junge Rechtsextremisten angesprochen. Erfahrungsgemäß reisten Rechtsextremisten aus dem gesamten Bundesgebiet, mitunter auch aus dem Ausland, an.
Neben der rechtsextremistischen Szene würden auch Akteure, die regelmäßig den Staat delegitimieren, das Gedenken in Dresden für eigene öffentlichkeitswirksame Aktivitäten instrumentalisieren. Es ist laut Martin "nicht ausgeschlossen, dass sie sich auch an rechtsextremistischen Veranstaltungen beteiligen werden".
10:32 Uhr | Dynamo bei der Menschenkette
Die Fußballmannschaft von Dynamo Dresden wird sich auch in diesem Jahr wieder in die Menschenkette heute Abend gegen 17:45 Uhr einreihen. Trainer Thomas Stamm: "Es ist wichtig, dass man das mitnimmt, weil man Teil der Stadt ist. Ich fand die 15 Minuten letztes Jahr sehr bewegend." Die Spieler haben Samstagabend ihren Auftritt - im Heimspiel gegen den SV Elversberg.
10:08 Uhr | Innenstadt wird abgesichert
Die Altstadt ist heute Hauptort für Gedenkverstaltungen, aber auch mehrere Demos. Die Polizeidirektion Dresden ist mit einem Großaufgebot im Dienst. Unterstützung bekommen die Beamten von der Bundespolizei, der sächsischen Bereitschaftspolizei und der Polizei aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Hamburg und Schleswig-Holstein.
Polizeipräsident Lutz Rodig dazu: "Tagsüber bilden der Neumarkt sowie der Dr.-Külz-Ring mit mehreren Versammlungen des rechten Spektrums den Einsatzschwerpunkt. Am Abend verlagert sich der Fokus auf das Versammlungsgeschehen auf dem Altmarkt." Die Polizei wolle sicherstellen, dass jeder problemlos zu einer Versammlung oder Veranstaltung gelangt".
Absperrgitter, sogenannte Hamburger Gitter, standen am Freitagmorgen auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche bereit zum Aufbau. Wegen der vielen Versammlungen rund um den Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg wird das Stadtzentrum am Freitag und Sonnabend eine Sicherheitszone.Bildrechte: picture alliance/dpa/Sebastian Kahnert09:46 Uhr | Klepsch: Gedenken ist Auftrag für Zukunft
Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU blickt beim Gedenken nicht nur auf die Vergangenheit. Sie empfindet das Gedenken an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg als Auftrag an künftige Generationen. Mit der Menschenkette und den vielen Gedenkveranstaltungen werde ein starkes Symbol für Demokratie, Frieden und gesellschaftliches Miteinander gesendet.
Der 13. Februar ist ein wichtiger Anlass, der Opfer des Krieges und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu gedenken und zugleich den Blick auf die Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu richten.
09:21 Uhr | Das denken junge Leute übers Erinnern in der Stadt
Viele junge Leute fühlen sich von den Formen des Gedenkens in Dresden nicht angesprochen. Sie wünschen sich mehr Mitmachmöglichkeiten und digitale Formen.
Interaktive Elemente, Zeitzeugengespräche, Rollenspiele, etwas, was Eindruck hinterlässt.
09:00 Uhr | Gedenkfeiern in Dresden beginnen
In diesen Minuten hat das Stille Gedenken auf dem Nordfriedhof für die Opfer des Zweiten Weltkriegs und der Zerstörung der Stadt Dresden begonnen. Im Tagesverlauf folgen viele dezentrale Gedenkrunden, offizielle Feiern und Aktionen. Eine Übersicht der Stadt über alle angemeldeten Versammlungen finden Sie bei unter diesem Link.
Gedenkveranstaltungen am Freitag, den 13. Februar (zum Aufklappen)
- 9 Uhr: Stilles Gedenken auf dem Nordfriedhof
- 9 Uhr: Gedenkfeier auf dem Dresdner Altmarkt
- ganztags diverse Mahnwachen auf Dr.-Külz-Ring, Neumarkt, Altmarkt, laut Polizei Dresden aus "dem rechten Spektrum"
- 13 Uhr: Gedenken auf dem Dresdner Heidefriedhof, Treffpunkt "Tränenmeer"
- 16 bis 22 Uhr: Stilles Gedenken vor der Frauenkirche, Neumarkt
- 17 Uhr: gemeinsames Bürgersingen vor dem Kulturpalast
- 16 Uhr: Kranzniederlegung auf dem Urnenhain Tolkewitz, Wehlener Str. 15
- 16:30 Uhr: Zubringerdemos für "Kein Platz für Nazis", Treffs Uni/Fritz-Förster-Platz, Alaunpark,
- 17 - 21 Uhr: "Tu was gegen Rechts! Demokratie stärken", Dr.-Külz-Ring
- 18 Uhr: Zusammenschluss der Menschenkette vom Theaterplatz aus über die Brühlsche Terrasse, entlang der Synagoge, der Frauenkirche, des Neuen Rathauses, um den Altmarkt und über den Postplatz zurück zum Theaterplatz
- 18 Uhr: Glockenläuten der Dresdner Kirchen
- 18:10 Uhr: Friedenswort & Orgelklang in der Frauenkirche mit Versöhnungsgebet aus Coventry
- 18:15 Uhr: Start des Dresdner Gedenkwegs – unterwegs zur Versöhnung durch die Altstadt
- 18:15 Uhr Demo "Dresden kein Ort für Nazis", Altmarkt
- 20:30 Uhr: Ökumenischer Friedensgottesdienst, Kreuzkirche
- 21:45 Uhr: zweites gemeinsmes Läuten der Dresdner Kirchenglocken
- 22 Uhr: Nacht der Stimmen: Gedenken und Musik in der Frauenkirche
08:30 Uhr | Mythos Dresden - Streit um die Erinnerungskultur
Bis heute wirft die Bombennacht lange Schatten, die Erinnerung daran ist umkämpft. Auch in diesen Tagen wird wieder über die Erinnerungskultur gestritten. Das Bündnis "Dresden Wi(e)dersetzen" verlangt von der Stadt ein Umdenken, um Neonazis keine Anknüpfungspunkte zu bieten.
Die Stadt widerspricht, sie habe in jüngster Zeit ihre Haltung zum Erinnern bereits "neu aufgesetzt" und nehme eine vielfältigere Perspektive auf Opfer und Täter in Dresden am Ende des Zweiten Weltkriegs ein.
08:00 Uhr | Umleitungen, gesperrte Straßen und Parkplätze
Die Polizei Dresden weist auf Verkehrseinschränkungen und gesperrte Parkplätze ab Freitag hin. Auch im Bahnverkehr gibt es erhebliche Einschränkungen.
Gesperrte Straßen und Parkplätze (zum Ausklappen):
- Die Stadt rechnet am Freitag ab den frühen Abendstunden mit vielen Einschränkungen, speziell zwischen 17 und etwa 23 Uhr in der Altstadt. Die Einschränkungen gelten für Autofahrer, Busse und Straßenbahnen.
- Ab 18 Uhr wird die Wilsdruffer Straße gesperrt, sobald sich die Menschenkette schließt.
- Je nach Versammlungsgeschehen sind weitere Sperrungen möglich.
- Gegen 19 Uhr starten zwei Demos vom Fritz-Foerster-Platz und von der Löbtauer Straße in Richtung Innenstadt. Es wird kurzfristige Straßensperren geben.
- Am Sonnabend und Sonntag ist mit Verkehrseinschränkungen rings um den Bahnhof Dresden-Mitte zu rechnen.
- Weil der Hauptbahnhof wegen Gleisbauarbeiten vom 14. bis 16. Februar gesperrt ist, wird die Anreise der Rechtsextremisten am Vormittag über den Bahnhof Mitte erwartet.
- Gegenprotest wird sich in den umliegenden Straßen zusammenfinden, daher ist in der Innenstadt mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen.
- Am Freitag und Sonnabend sind die Parkplätze Schießgasse, Pirnaischer Platz, Terrassenufer und Reitbahnstraße gesperrt.
Allen Verkehrsteilnehmern wird dringend empfohlen, das Stadtzentrum während dieser Zeit weiträumig zu umfahren.
07:45 Uhr | Allgemeinverfügung der Stadt
Aus Sicherheitsgründen hat die Stadt Dresden eine Allgemeinverfügung erlassen. Sie gilt ab Freitag 10 Uhr bis Samstag 23 Uhr für die Altstadt, weite Teile der Neustadt, mehrere Bahnhöfe, Straßen im Stadtteil Altplauen und am Ostra-Ufer. Die Vorgaben finden Sie zum Nachlesen hier. Das sind die wesentlichen Eckpunkte:
- Alles, was als Wurfgeschoss genutzt werden kann, darf nicht mitgeführt werden (Gläser, Flaschen, Krüge, Eier, Farbbeutel, Nägel, Schrauben, Scheren, Steine).
- Verboten sind Fackeln, Waffen, Messer, Pfeffersprays und Tierabwehrsprays, Baseballschläger, sämtliche Formen von Pyrotechnik und Böllern.
- Untersagt ist auch das Tragen von Uniformen, Vermummungen, einheitlich schwarze Kleidung, schwarze Bomberjacken und Springerstiefel, Tragen von Arbeits- und Protektorenhandschuhen.
- Das geschlossene Marschieren in Formation, besonders im Gleichschritt, ist untersagt, ebenfalls Marschtakte vorgeben auf Trommeln.
07:30 Uhr | Demo-Wochenende in Dresden
Für den 13. Februar sind laut Stadtverwaltung bislang ein Dutzend Versammlungen und Aufzüge in Dresden angezeigt worden. Für den 14. Februar sind es bislang acht Versammlungen und Aufzüge. Die Stadtverwaltung rechnet mit weiteren spontanen Versammlungen, die an den beiden Tagen noch angemeldet werden.
Dem Aufruf der TU Dresden und der Stadtverwaltung waren 2025 Tausende Menschen gefolgt und hatten sich bei zu einer Menschenkette rings um die wiederaufgebaute Altstadt an den Händen gehalten. (Archivfoto)Bildrechte: MDR/Katalin Valeš07:00 Uhr | Dresden und das Gedenken am 13. Februar
Aus Anlass der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 erinnert Dresden jedes Jahr an die Opfer von Nationalsozialismus und Krieg, Hass und Zerstörung. Laut Stadt richtet sich das Gedenken inzwischen nicht nur "gegen jegliche politische Instrumentalisierung des Gedenkens". Ein Schwerpunkt ist seit 2010 die Menschenkette, die sich stets ab 18 Uhr zusammenschließt.
Seit Ende der 1990er-Jahre melden Neonazis und rechtsextreme Organisationen sogenannte Trauermärsche in Dresden an und versuchen, mit zu hohen Opferzahlen des Gedenken zu instrumentalisieren. Den Abschlussbericht der Historikerkommission zu den Luftangriffen auf Dresden im Februar 1945 lesen Sie hier.
06:00 Uhr | Rückblick auf 80. Gedenktag der Stadtzerstörung
So erinnerte sich Dresden im vorigen Jahr an den 13. Februar 1945. Den Tag können Sie hier nochmals mitverfolgen oder in der Bildergalerie:
MDR/dpa/epd
Weiterführende Links
- 27. Januar 2026Gedenkstätten in Sachsen: Wo heute an die Opfer des NS erinnert wirdmit Video
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