Will die Gen Z nicht Chef sein?
- Laut einer Studie von Deloitte streben nur sechs Prozent der Gen Z eine Führungsposition an.
- Unternehmen sollten deshalb gezielt junge Führungskräfte anwerben, rät der Verband der Wirtschaft Thüringens.
- Ein Jungunternehmer berichtet aus seinem Arbeitsalltag: Der Gen Z seien andere Dinge wichtiger als Einkommen und Sicherheit.
Lucas Haas ist 25 Jahre jung und leitet schon ein Team bei "Spreadly", einem Softwareentwickler. Haas hat schon mehrere Startups gegründet sowie einen Verein für junge Unternehmensgründerinnen und -gründer ins Leben gerufen. "Ich sage immer: Die besten Führungskräfte, das ist nicht so 'Ey, das ist der Chef, der sagt irgendwas', sondern 'Wie kann ich meinen Teams ermöglichen, dass sie bestmöglich arbeiten können?' Und das macht mir einfach immens Spaß."
Studie: Nur sechs Prozent der Gen Z streben Führungsposition an
Führen und Chefsein – das können sich nur wenige in jüngeren Generationen vorstellen, so zumindest die Aussage einer Studie des internationalen Unternehmensberaters Deloitte. Im Sommer 2025 erschien der Gen Z und Millennial Survey. Mehr als 23.000 junge Menschen weltweit wurden dafür befragt.
Das Ergebnis: Von der Generation Z gaben nur sechs Prozent an, eine Führungsposition anzustreben. Dennoch, so eine weitere Erkenntnis, legten die Befragten Wert auf Jobs mit Weiterentwicklungen und Aufstiegsmöglichkeiten.
Unternehmen sollen junge Führungskräfte gezielt anwerben
Der Verband der Wirtschaft Thüringens empfiehlt seinen Mitgliedern deshalb, gezielt auf die jungen Menschen zuzugehen, um sie als Führungskräfte zu werben. Stärker als andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwarte diese Generation Lob und Anerkennung für ihre Arbeit, sagt Verbandssprecherin Ute Zacharias.
Man könne es aber auch über finanzielle Anreize versuchen: "Ein Aspekt, der auch eine Rolle spielt bei Führungspositionen, ist, dass man in einer Führungsposition natürlich mehr Einkommen erzielen kann. Das ist auch ein Aspekt, den man der Generation Z verdeutlichen sollte und Arbeitgeber tun das auch."
Einkommen schaffe Sicherheit und auf sichere Jobs lege diese Generation besonders viel Wert, so Zacharias und verweist auf ein entsprechendes Ergebnis der Studie von Deloitte.
Gen Z: Sinn kommt vor Status
Jungunternehmer Haas erlebt das in seinem Umfeld ganz anders. Der Gen Z seien andere Dinge viel wichtiger als hohes Einkommen und Sicherheit. "Die Leute geben sich auch total zufrieden und sagen: Hey, ich muss jetzt nicht das große Geld machen. Wir haben auch viele Leute, die sagen: Ich habe jetzt meine kleine Agentur. Ich kann jetzt auf freiberuflicher Basis was starten. Hauptsache, das erfüllt mich."
Für sich selbst scheint der junge Unternehmer genau das gefunden zu haben: "Ich merke das selber bei mir im Unternehmen. Jeder Tag fühlt sich nicht an wie Arbeit und ich arbeite gefühlt mehr denn je."
An einem Punkt sind sich Haas und Verbandssprecherin Zacharias einig: Die jungen Menschen wollten vor allem in aus ihrer Sicht sinnhaften Jobs arbeiten, bei denen sie das Gefühl haben, etwas zum Positiven verändern zu können.
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