In Sachsen sind die Übernachtungszahlen im vergangenen Jahr leicht gesunken. Wie das Statistische Landesamt Sachsen am Montag mitteilte, wurden knapp acht Millionen Gäste und rund 20 Millionen Übernachtungen gezählt. Das seien bis zu 1,8 Prozent weniger als 2024 gewesen.

Chemnitz und Zwickau gegen den Trends

Gegen den Trend verzeichneten die Regionen Chemnitz und Zwickau Zuwächse. Insgesamt konnte Chemnitz ein Gäste-Plus von 24,2 Prozent verbuchen. Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) sagte am Montag bei der Vorstellung der Bilanz, dass diese Zahlen zeigen, "welche Kraft die Kultur in Bezug auf den Tourismus hat".

Anlässe und Großereignisse seien wichtiger Motor für Sachsens Tourismus und für den Erhalt von rund 190.000 Vollzeitstellen in der Tourismuswirtschaft und angeschlossenen Branchen. 

Am Montag wurden in Dresden die aktuellen Tourismuszahlen für 2025 vorgestellt - bis auf Chemnitz und die umliegende Region kamen weniger Gäste nach Sachsen. (Symbolbild)Bildrechte: picture alliance/dpa | Sebastian Kahnert

Ministerin: Sachsen braucht mehr Übernachtungsplätze

Klepsch sagte weiter: "Wir brauchen große Events, müssen mit Partnern zusammenarbeiten. Wir müssen vermarkten, zum Beispiel das Lausitzer Seenland. Es braucht einen weiteren Ausbau der Übernachtungsplätze - seien es Caravan-Stellplätze, Ferienwohnungen oder Campingplätze." Der Ministerin zufolge sei der Tourismus ein Spiegel der gesamtwirtschaftlichen Lage. Angesichts der schwierigen Bedingungen seien die nahezu stabil gebliebenen Zahlen ein Erfolg, so die CDU-Politikerin.

Der Tourismusverband Erzgebirge ist mit den aktuellen Gästezahlen zufrieden. (Symbolfoto)Bildrechte: picture alliance/dpa | Sebastian Willnow

Erzgebirge mit Situation zufrieden

Der Tourismusverband Erzgebirge zieht ebenfalls eine positive Bilanz fürs Reisejahr 2025. Wie im Vorjahr 2024 habe sich das Erzgebirge erneut als übernachtungsstärkste Flächendestination in Sachsen behaupten können. Insgesamt seien 835.884 Gästeankünfte von Januar bis Dezember 2025 registriert worden, was etwa ein Prozent mehr als im Vorjahr ausmache. Diese Gäste hätten 2.605.362 Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben mit zehn und mehr Betten generiert. Durchschnittlich blieben Urlauber rund 3,1 Tage in der Erzgebirgsregion.

Interesse aus Asien steigt

Rund elf Prozent aller Gäste Sachsens kamen den Zahlen zufolge im vergangenen Jahr aus dem Ausland. Hier sanken im Vergleich die Besucherzahlen am stärksten mit einem Minus von rund fünf Prozent. Den größten Anteil unter den Auslandsgästen bildeten demnach Gäste aus Polen. 

Hoffnung mache laut Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen, ein steigendes Interesse ausländischer Gäste aus Asien, insbesondere Taiwan. Das führt Hiebl auch auf Sachsens Werben um Investitionen aus dem ostasiatischen Inselstaat zurück, darunter für den Bau einer Chipfabrik in Dresden durch den Halbleiter-Hersteller TSMC.

MDR (kav)

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