Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 stehen fest. Das teilte die Jury des Preises in Leipzig am Vormittag mit. Jeweils fünf Nominierte in den Kategorien "Belletristik", "Sachbuch/Essayistik" und "Übersetzung" stehen im Finale des renommierten Literaturwettbewerbs. Insgesamt 480 Werke aus 170 Verlagen wurden eingereicht.

Autorinnen aus Leipzig und Dresden nominiert

In der Belletristik sind die Leipziger Autorin Anja Kampmann ("Die Wut ist ein heller Stern") und Helene Bukowski ("Wer möchte nicht im Leben bleiben") nominiert. Katerina Poladjan steht mit "Goldstrand" auf der Shortlist, ebenso Elli Unruh mit ihrem Debüt "Fische im Trüben". Als einziger männlicher Autor ist der Österreicher Norbert Gstrein mit "Im ersten Licht" vertreten.

Die in Leipzig lebende Autorin Anja Kampmann ist mit ihrem Roman über die Nazi-Zeit im Reeperbahn-Milieu nominiert.Bildrechte: Hanser Verlag

In der Kategorie Sachbuch stehen Werke zu Nationalsozialismus und Exil im Mittelpunkt: Die Dresdner Schriftstellerin Ines Geipel ("Landschaft ohne Zeugen"), Marie-Janine Calic ("Balkan-Odyssee") und Jan Jekal ("Paranoia in Hollywood") befassen sich in ihren Büchern jeweils mit unterschiedlichen Facetten dieser Themen. Manfred Pfister ist mit "Englische Renaissance" vertreten. Außerdem wurde der Comic "Die Frau als Mensch II" von Ulli Lust nominiert.

In Leipzig geborene Übersetzerin erneut nominiert

In der Kategorie Übersetzung ist erneut die aus Leipzig stammende Timea Tankó nominiert, diesmal für ihre Übertragung von András Viskys "Aussiedlung". Sie hatte bereits 2021 den Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen.

Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse: Timea Tankó (links) hat den Roman "Aussiedlung" von András Visky (rechts) übersetzt.Bildrechte: IMAGO / Rudolf Gigler

Außerdem stehen Ulrich Faure ("Das Lied von Storch und Dromedar" von Anjet Daanje), Tina Flecken ("Eden" von Auður Ava Ólafsdóttir) sowie Petra Zickmann ("Ich gab dir Augen und du blicktest in die Finsternis" von Irene Solà) für ihre Übertragungen aus dem Niederländischen, Isländischem und Katalanischem auf der Shortlist.

Höhepunkt auf der Leipziger Buchmesse 2026

Der insgesamt mit 60.000 Euro dotierte Preis wird am 19. März im Rahmen der Eröffnung der Leipziger Buchmesse verliehen. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis. Über die Auszeichnungen entscheidet eine siebenköpfige Jury. In diesem Jahr gehören ihr Zita Bereuter, Kais Harrabi, Katharina Herrmann, Thomas Hummitzsch, Tilman Spreckelsen
und Judith von Sternburg an. Den Vorsitz hat Katrin Schumacher.

2025 gewannen Kristine Bilkau mit ihrem Roman "Halbinsel" in der Kategorie Belletristik, Irina Rastorgueva für ihr Sachbuch "Pop-up-Propaganda" und Thomas Weiler für seine Übersetzung von "Feuerdörfer" aus dem Belarussischen.

Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 im Überblick (zum Ausklappen)

In der Kategorie "Belletristik"

  • Norbert Gstrein: "Im ersten Licht" (Hanser)
  • Anja Kampmann: "Wut ist ein heller Stern" (Hanser)
  • Katerina Poladjan: "Goldstrand" (S. Fischer)
  • Helene Bukowski: "Wer möchte nicht im Leben bleiben" (Ullstein)
  • Elli Unruh: "Fische im Trüben" (Transit Verlag)


In der Kategorie "Sachbuch"

  • Ulli Lust: "Die Frau als Mensch II" (Reprodukt)
  • Jan Jekal: "Paranoia in Hollywood" (Matthes und Seitz)
  • Ines Geipel: "Landschaft ohne Zeugen" (S. Fischer)
  • Marie-Janine Calic: "Balkan-Odyssee" (C.H. Beck)
  • Manfred Pfister: "Englische Renaissance" (Galiani)


In der Kategorie "Übersetzung"

  • Ulrich Faure: übersetzte aus dem Niederländischen "Das Lied von Storch und Dromedar" von Anjet Daanje (Matthes und Seitz)
  • Tina Flecken: übersetzte aus dem Isländischen "Eden" von Auður Ava Ólafsdóttir (Suhrkamp)
  • Manfred Gmeiner: übersetzte aus dem Spanischen "Unten Leben" von Gustave Faverón Patriau (Literaturverlag Droschl)
  • Timea Tankó: übersetzte aus dem Ungarischen "Aussiedlung" von András Visky (Suhrkamp)
  • Petra Zickmann: Übersetzte aus dem Katalanischen "Ich gab dir Augen und du blicktest in die Finsternis" von Irene Solá (S. Fischer)

Quellen: MDR KULTUR (Katrin Schumacher), redaktionelle Bearbeitung: vp

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