Der frühere sächsische Regierungssprecher Michael Sagurna ist tot. Er starb am Montag im Alter von 70 Jahren, teilte seine Familie mit. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Die Familie erklärte: "In den letzten Jahren hat er eine schwere Erkrankung still und würdevoll getragen – mit einer Haltung, die uns täglich Vorbild war." Sagurna stammte aus Paderborn, studierte in Göttingen und Bonn Kommunikationswissenschaften und Jura. Später arbeitete er als Journalist, zuletzt für den RIAS, bevor Sachsens erster Regierungschef Kurt Biedenkopf (CDU) ihn 1991 als Regierungssprecher nach Dresden holte. Sagurna galt als wichtiger Berater von Biedenkopf.

Kretschmer: Politik-Erklärer "oft leise im Ton"

"Anfang der 1990er Jahre, in einer Zeit des politischen und gesellschaftlichen Neuanfangs, prägte er als Regierungssprecher maßgeblich das öffentliche Bild der jungen sächsischen Staatsregierung", sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Sagurna habe Politik erklärt und eingeordnet, "oft leise im Ton, aber klar in der Sache".

Nach dem Rücktritt Biedenkopfs im April 2002 spielte der CDU-Politiker Sagurna noch einmal kurzzeitig eine zentrale Rolle in der Sachsens Regierung. Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) holte ihn im Herbst 2007 als Chef der Sächsischen Staatskanzlei zurück. Später wechselte Sagurna in die Medienaufsicht und war von 2013 bis 2019 Präsident des Medienrates der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und Neue Medien (SLM).

MDR (kk)/dpa

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