Später und teurer: Zweigleisiger Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig weiterhin unklar
Der lange geforderte Ausbau der Bahnstrecke Leipzig-Chemnitz lässt noch viele Jahre auf sich warten. Während für den Südabschnitt Geithain-Chemnitz 2032 die Arbeiten beginnen und bis 2035 dauern sollen, sind für den Nordabschnitt bis Leipzig noch nicht einmal die Planungen beauftragt.
Das geht aus einer Antwort des sächsischen Infrastrukturministeriums auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Katja Maier (Grüne) hervor. Zu Baubeginn und Inbetriebnahme des Nordabschnitts ließen sich noch keine validen Angaben treffen, hieß es. Nach Auskunft des Infrastrukturministeriums sollen die Planungen für den Nordabschnitt im April beginnen.
Budget reicht nicht aus
Für die Umsetzung könnten sich die Kosten als Achillesferse erweisen. Den Angaben zufolge stehen knapp 500 Millionen Euro aus Mitteln für den Strukturwandel in Kohleregionen zur Verfügung. Laut einer Kostenschätzung der DB InfraGO aus dem Jahr 2024 sind jedoch rund 750 Millionen Euro erforderlich.
MDR (nok)
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