Bahn-Streiks abgewendet – Neuer Tarifvertrag mit GDL
- Details zu Einigung von Bahn und GDL werden am Vormittag bekannt gegeben
- Drohende Warnstreiks abgewendet
Bahnreisende müssen in den nächsten Monaten nicht mit streikbedingten Zugausfällen rechnen. Die Deutsche Bahn und die Lokführer-Gewerkschaft GDL haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Das hat der Geschäftsführende GDL-Vorstand, Ferdinand von Gehlen, in der Nacht mitgeteilt. Ein Sprecher der Deutschen Bahn bestätigte dies.
Details werden am Vormittag bekannt gegeben
Details wollen beide Seiten am Vormittag bekanntgeben. Um 11 Uhr will Bahn-Personalvorstand Martin Seiler sich dazu äußern.
Die GDL hatte der Bahn einen Forderungskatalog mit 40 Punkten vorgelegt. Unter anderem hatte die Lokführer-Gewerkschaft bis zu acht Prozent mehr Geld gefordert. Die allgemeine Entgelterhöhung sollte der GDL-Forderung zufolge bei 3,8 Prozent liegen. Zusätzlich forderte die GDL spürbare Zuwächse bei Zulagen sowie Verbesserungen für Ausbilder und Prämien für die betriebliche Rente.
Drohende Warnstreiks abgewendet
Mit der Einigung von Bahn und GDL sind drohende Warnstreiks abgewendet. Die mit der GDL konkurrierende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG hat mit der Bahn noch einen Tarifvertrag bis Ende 2027. Sie kann daher ebenfalls in den nächsten Monaten nicht zu Arbeitskämpfen aufrufen.
Es ist die erste Tarifrunde zwischen der Bahn und der GDL seit acht Jahren, die ohne Streiks endet. Der Tarifvertrag mit der GDL war Ende 2025 ausgelaufen. Bis Ende Februar 2026 galt eine Friedenspflicht. In der Vergangenheit waren die Verhandlungen unter dem damaligen GDL-Chef Claus Weselsky immer wieder von langen Streikwellen und gegenseitigen Vorwürfen geprägt.
Die Tarifverträge der GDL gelten für rund 10.000 Mitarbeiter. Das sind etwa fünf Prozent des gesamten Konzerns. Neben dem Staatsunternehmen DB verhandelt die GDL auch mit rund 60 anderen Tarifpartnern.
dpa/Reuters (dni)
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