Schlag gegen Prostitution und Menschenhandel
- Am Donnerstag insgesamt 31 Objekte in fünf Ländern durchsucht
- Ausgangspunkt der Ermittlungen waren Wohnungsbordelle in Chemnitz
- Auch 214.000 Euro Bargeld und Datenträger wurden sichergestellt.
Insgesamt 320 Beamte haben bei einem Einsatz gegen Zwangsprostitution insgesamt 31 Objekte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Thüringen und Berlin durchsucht. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Chemnitz wurden Haftbefehle gegen drei mutmaßliche Haupttäter vollstreckt. Dabei handelt es sich um zwei Männer aus Deutschland und Vietnam und eine Vietnamesin.
Ermittelt wird zudem gegen mehrere mutmaßliche Mittäter, darunter einen Polen. Durchsucht wurden Privatwohnungen, Geschäftsräume und Bordelle in Wohnungen in Halle/Saale, Lutherstadt-Eisleben, Zeitz, Merseburg sowie in Dessau-Roßlau, in Chemnitz, Leipzig, Markkleeberg, Reichenbach/Vogtland sowie in Erfurt und Sömmerda. Weitere Razzien gab es in Berlin-Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf sowie im niedersächsischen Wolfsburg.
Schlag nach zweijährigen Ermittlungen
Ausgangspunkt der Ermittlungen waren Erkenntnisse der Kriminalpolizei in Chemnitz im Frühjahr 2024 zu mehreren vietnamesischen Frauen, die illegal in Deutschland, in Chemnitz und Umgebung in Wohnungsbordellen lebten.
Festnahmen im Rotlichtmilieu. (Archivbild)Bildrechte: picture alliance/dpa | Benedikt SpetherDie Polizei ermittelte eine bundesweit agierende Organisation mit Zentrum in Halle/Saale. Die Bande holte demnach junge Vietnamesinnen mit dem Versprechen einer gut bezahlten legalen Tätigkeit nach Deutschland. Hier wurden ihnen dann die Reisepässe und Kommunikationsmittel abgenommen und die Frauen wurden in diversen Bordellwohnungen zur Prostitution gezwungen.
Geld und Datenträger sichergestellt
Die Einsatzkräfte nahmen in diversen Bordellwohnungen in den fünf Bundesländern auch insgesamt 19 vietnamesische Frauen fest. Zudem wurden rund 214.000 Euro sichergestellt, der Hauptteil davon bei den Verdächtigen in Halle. Daneben sind Dutzende von Handys, Computer und Speichermedien, Schriftverkehr, etwa 33.000 Euro Falschgeld und eine Schreckschusswaffe beschlagnahmt worden.
MDR AKTUELL (ans)
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