In der Sächsischen Schweiz ist eine junge Frau an der Bärensteinnadel nahe Naundorf abgestürzt. Wie der Einsatzleiter der Bergwacht Dresden, Matthias Gathmann, auf Anfrage von MDR SACHSEN mitteilte, hatte die Kletterin am Samstagmittag beim Vorstieg den Halt verloren.

Demnach stürzte sie zwischen fünf und acht Metern in die Tiefe. Sicherungen haben Gathmann zufolge den weiteren Absturz gestoppt. Dennoch sei die Frau - nach Reportangaben 23 Jahre alt - gegen den Felsen geprallt. Die beiden Begleiter der Frau hatten sie zunächst von der Wand herabgelassen und die Rettungskräfte verständigt.

Von Rettungsübung zum realen Einsatz

Bei dem Absturz habe sich die Kletterin am Kopf verletzt, erklärte Gathmann. Er und sein siebenköpfiges Team seien bei einer Rettungsübung im etwa zwei Kilometer entfernten Rauenstein gewesen, als der Notruf bei ihnen einging.

Mit einem Rettungshubschrauber haben Notfallsanitäter die verunglückte Kletterin in ein Krankenhaus gebracht.Bildrechte: Marko Förster

Daneben seien drei Einsatzkräfte der Bergwacht Pirna zum Unfallort gekommen, so Gathmann. Während des Rettungseinsatzes sei die junge Frau ansprechbar gewesen. Notfallsanitäter flogen die 23-Jährige schließlich in ein Krankenhaus.

Bergretter bereiten sich auf neue Saison vor

Rund 40 Rettungskräfte der Bergwacht Dresden hatten sich in der Sächsischen Schweiz am Wochenende auf die bevorstehende Saison vorbereitet. Sie trainierten seit Freitag an verschiedenen Stationen am Rauenstein Hilfs- und Einsatztechniken zur Sicherung von Personen und zur Rettung verunfallter Kletterer, sagte der Leiter der Dresdner Bergwacht, Jost Bähne.

Mehrere Übungen sollten "komplexe Einsatzszenarien" nachstellen, so Bähne. Das schwierigste Szenario sei die Rettung verunglückter Personen aus Felsspalten gewesen, da dies sehr anspruchsvoll sei. Einige Einsatzkräfte der Bergwacht spielten in den fiktiven Notsituationen verunglückte Personen. 

Rettungskräfte trainierten an verschiedenen Stationen am Rauenstein Hilfs- und Einsatztechniken zur Rettung verunfallter Kletterer. Bildrechte: Marko Förster

Sieben Menschen im vergangenen Jahr tödlich verunglückt

Insgesamt gebe es im vergangenen Jahr 148 Einsätze der Bergwachten in der Sächsischen Schweiz, so Bähne. Darunter sind 100 Wanderunfälle, 18 Kletterunfälle und vier Einsätze wegen medizinischer Notfälle gewesen. In 43 Fällen war der Hubschrauber im Einsatz. Sieben Menschen sind tödlich verunglückt.

MDR (phb)/dpa

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