Weimer macht Hoffnung auf Ausbau der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig
- Wolfram Weimer macht Hoffnungen auf die Umsetzung des Erweiterungsbaus für die Deutsche Nationalbibliothek.
- Angekündigt ist jedoch auch eine Prüfung des Bauvorhabens und der Finanzierung.
- Vergangene Woche hatte der Kulturstaatsminister sich noch gegen den Bau ausgesprochen.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat sich am Donnerstagabend bei einer Podiumsdiskussion zur Meinungsfreiheit im Rahmen der Leipziger Buchmesse erneut zur Deutschen Nationalbibliothek (DNB) geäußert.
"Wenn wir dafür bauen müssen, dann bauen wir", mit diesen Worten schürte der umstrittene Kulturminister die Hoffnung auf einen Erweiterungsbau. Sein politisches Ziel sei es, die Deutsche Nationalbibliothek größer zu machen, sagte Weimer.
Kein endgültiger Baustopp
In einer gemeinsamen Erklärung mit der DNB hatte Weimer klargestellt, dass der Anbau der Nationalbibliothek in Leipzig noch nicht endgültig gestoppt sei. Zwar stehe eine abschließende Prüfung der Planungsunterlagen durch die Bauverwaltung des Bundes noch aus und die langfristige Finanzierung sei nicht gesichert, dies bedeute aber nicht, dass das Vorhaben gestrichen sei, erklärte Weimer.
Wolfram Weimer erntet für seine Aussagen zur Zeit häufig Kritik.Bildrechte: picture alliance/dpa | Carsten KoallWeimer hatte zudem angekündigt, das Gesetz zur Deutschen Nationalbibliothek reformieren zu wollen. Es gelte, den gesetzlichen Sammelauftrag der DNB an die veränderten Gegebenheiten der digitalen Zeit und die enger werdenden finanziellen Spielräume der kommenden Jahre anzupassen.
Gleichzeitig solle der Erhalt eingehender physischer Medienwerke sichergestellt werden. "Selbstverständlich ist und bleibt der Bund der Deutschen Nationalbibliothek als Schatzkammer unseres schriftlichen Kulturerbes verpflichtet, ebenso wie ihrem Standort in Leipzig", so Weimer.
Die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig war zuletzt 2011 erweitert worden.Bildrechte: IMAGO / SchöningEin ermutigendes Zeichen für die Zukunft unseres Landes.
Der Generaldirektor der Deutschen Nationalbibliothek, Frank Scholze, begrüßt die Entscheidung des Staatsministers als ermutigend: "Es ist nicht nur unser gesetzlicher Auftrag, sondern auch unsere gesamtgesellschaftliche Verantwortung, das kulturelle Erbe im 'Gedächtnis der Nation' zu bewahren und für künftige Generationen zugänglich zu machen."
Weimer stellte Umfang der Deutschen Nationalbibliothek in Frage
Hintergrund ist die vergangene Woche geäußerte Kritik Wolfram Weimers an dem bereits geplanten Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek. Sie war auf heftige Gegenwehr in Fachkreisen, in Politik und Gesellschaft gestoßen.
Zuvor hatte der Kulturstaatsminister für Aufsehen gesorgt, als er die Verleihung des Deutschen Buchhandelspreises nach einer Kontroverse absagte. Die Veranstaltung sollte im Rahmen der Leipziger Buchmesse stattfinden.
Quelle: Bundesministerium für Kultur und Medien, Deutsche Nationalbibliothek; redaktionelle Bearbeitung: tmk, hro
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