DRK-Wassserwacht Sachsen trainiert den Ernstfall für kommende Badesaison
- Um sich auf die kommende Badesaison vorzubereiten, hat die DRK-Wasserwacht bei einer Großübung trainiert.
- Rettungsschwimmer haben in Sachsen im vergangenen Jahr 18 Menschenleben gerettet.
- Der boomende Wassertourismus führt zu neuen Herausforderungen für die Wasserrettung.
Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sieht sich gut auf die kommende Badesaison in Sachsen vorbereitet. In den vergangenen Monaten wurde intensiv trainiert, neue Einsatzkräfte ausgebildet und Technik sowie Rettungsmittel einsatzfähig gemacht, wie das DRK mitteilte.
Großübung zur Vorbereitung auf Badesaison
Im Muldental bei Wurzen haben dafür am Samstag rund 170 Einsatzkräfte des DRK aus ganz Sachsen bei einer großen Katastrophenschutzübung den Ernstfall trainiert. Wasserwacht, Bergwacht sowie weitere DRK‑Einheiten haben geprobt, wie gemeinsame Rettungseinsätze nach einem schweren Unwetter ablaufen.
Der DRK-Wasserwacht zufolge haben bei dem Übungsszenario die Einsatzkräfte Verletzte gesucht, gerettet und versorgt. Führungsstrukturen, Kommunikation und Lageerkundung seien getestet worden. Auf der Mulde kamen laut DRK Rettungsboote und Spezialtechnik zum Einsatz, an Land trainierten Teams das Vorgehen in unwegsamem Gelände.
Rettungsschwimmer retten 18 Menschen das Leben
Nach Angaben der Wasserwacht kümmern sich im Freistaat mehr als 5.900 Frauen und Männer um die Badesicherheit der Menschen, darunter 71 Jugendgruppen. Trotz der eher kühlen Badesaison 2025 haben Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer nach eigenen Angaben 18 Menschenleben in Sachsen gerettet.
In 149 Fällen seien Patienten erstversorgt an den Rettungsdienst übergeben worden. Laut Angaben haben sie mehr als 1.700 Einsätze absolviert - etwas weniger als im Jahr 2024.
Mehr Herausforderungen durch wachsenden Seetourismus
Das DRK betonte, dass sich durch den Ausbau des Wassertourismus im Lausitzer Seenland und des Leipziger Neuseenlandes die Aufgaben zugenommen hätten. Mit dem touristischen Wachstum steige auch die Zahl der Menschen, die die Gewässer im Freistaat zum Baden, für Wassersport oder zur Erholung nutzen, hieß es.
Die Wasserwacht begrüßt diese Entwicklung und ist bereit, Verantwortung für die Sicherheit an den Gewässern zu übernehmen. Gleichzeitig halte die Sicherheitsstruktur vielerorts nicht mit dem Wachstum der touristischen Angebote Schritt. Es sollten zusätzliche Wasserrettungszüge angeschafft werden, betonte der Landesleiter der DRK-Wasserwacht Sachsen Robert Wölk gegenüber MDR SACHSEN. Diese seien für eine fachgerechte Personensuche und Wasserrettung entscheidend.
Gewässer sicherer, wenn Wasserrettung vor Ort
Laut der DRK-Wasserwacht sind aktuell von den 35 ausgewiesenen EU-Badegewässern in Sachsen nicht einmal die Hälfte regelmäßig bewacht. Dabei zeige die Erfahrung, dass dort, wo Wasserrettungsstationen besetzt seien, auch die Sicherheit für Badegäste und Wassersportler deutlich steige.
MDR (phb/rkü/kgr)/dpa
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