Der Brand auf der Runneburg in Weißensee im Kreis Sömmerda ist wahrscheinlich von einer angenagten Elektroleitung ausgegangen. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Demnach war das Feuer in einem Lagerraum des Zwischengebäudes ausgebrochen. Vermutlich hatten Ratten oder Mäuse die Elektroleitung angeknabbert.

Nach den bisherigen Ermittlungen entstand durch die beschädigte Leitung ein Schwelbrand, der sich zunächst mehrere Tage lang unbemerkt in einer Zwischendecke mit alten Holzbalken entwickelte. Erst danach griff das Feuer auf das Gebäude über. Hinweise auf Brandstiftung gebe es dagegen nicht, hieß es von der Polizei.

Große Schäden durch Brand am Gebäude

In der mittelalterlichen Burganlage war am späten Mittwochabend ein Feuer ausgebrochen und hatte große Schäden an dem historischen Gebäude verursacht. Deren Höhe könne noch immer nicht beziffert werden, teilte die Landespolizeidirektion weiter mit.

Die auch als Burg Weißensee bekannte Festungsanlage aus dem zwölften Jahrhundert gehört nach Angaben der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten zu den bedeutendsten Zeugnissen romanischer Baukunst in Deutschland. Sie gilt demnach auch als "kleine Schwester" der Wartburg. In kaum einer anderen mittelalterlichen Anlage sei so viel historische Bausubstanz erhalten.

MDR (kawe/cw)

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