• Mehrere CDU-Geschäftsstellen wurden auf Google Maps in "Eierhaus" umbenannt.
  • Die CDU Hamburg findet die Aktion "daneben und fehl am Platz".
  • Urheber und Hintergründe der Aktion sind noch unklar.

Mehrere CDU-Geschäftsstellen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind bei Google Maps von Unbekannten umbenannt worden und dort unter anderem unter der Bezeichnung "Eierhaus" zu finden gewesen. Neben Geschäftsstellen etwa in Eisleben, Delitzsch und Erfurt erschien auch der Landtag in Dresden unter neuem Namen. Die CDU-Fraktion des Landtags äußerte sich auf Anfrage offiziell nicht dazu. 

Die Bezeichnung der Geschäftsstellen wurde in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nicht einheitlich in "Eierhaus" geändert. So erschien in Erfurt der Begriff "Eierladen", in Eisleben wurde eine Änderung hin zu "Eierverband" vorgenommen. Die Geschäftsstelle des Kreisverbands Nordsachsen war kurzzeitig als "rehbraunes Eierhaus" bezeichnet worden, erschien dann jedoch schnell wieder unter dem richtigen Namen.

CDU Hamburg reagiert empört

Diese Form der Umbenennung tauchte auch in anderen Teilen Deutschlands mehrfach auf. Darüber hatte zuvor die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Betroffen waren neben CDU- auch CSU-Geschäftsstellen.

So erwischte es zum Beispiel auch die Hamburger CDU-Zentrale, die in der Adresszeile unter "CDU Eierhaus" firmierte. "Da hat wohl jemand Ostern verpasst", mutmaßte der parlamentarische Geschäftsführer Dennis Gladiator dort. "Verspätete Eierwitze sind ungefähr so originell wie ein abgelaufener Schokohase. Das ist nicht humorvoll, sondern schlicht daneben und fehl am Platz."

Brandenburgs CDU-Generalsekretär Julian Brüning nahm die Einträge dagegen mit Schmunzeln. "Wir nehmen das gelassen", sagte er. "Ein digitaler Scherz ist schnell gemacht – für die echten Herausforderungen in Brandenburg braucht es etwas mehr Substanz."

Hintergrund unklar

Urheber und Hintergründe der Aktion sind offen. Medien stellten einen Zusammenhang mit Protesten junger Leute gegen die Wehrpflicht her. Bei einer Schüler-Demonstration gegen die Wehrpflicht Anfang März in Berlin hatte eine 18-Jähriger ein Plakat mit der Aufschrift: "Merz leck Eier" getragen.

Google erklärte auf dpa-Anfrage, man sei bemüht, Google Maps so aktuell wie möglich zu halten und Nutzerinnen und Nutzern korrekte Informationen anzuzeigen. Fehlerhafte Informationen könnten mit Hilfe des Feedback-Buttons gemeldet werden.

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