• Das "Klack"-Geräusch entsteht durch ein Vakuum beim Einkochen und gilt als typisches Frischezeichen.
  • Auch ohne Klacken kann ein Glas sicher sein, daher sollten Verbraucher zusätzlich ihre Sinne nutzen.
  • Bei verdächtigen Produkten besteht ein Recht auf Reklamation, bei Rückrufen ist die Rückgabe immer möglich.

Es ist dieses typische Klack-Geräusch, das entsteht, wenn Gläser geöffnet werden. Das habe etwas mit dem Herstellungsprozess zu tun, erklärt Julia Müller von der Verbraucherzentrale Thüringen. Sie ist dort Fachberaterin für Lebensmittel und Ernährung. "Das ist das klassische Einkochen. Dann entsteht ein Vakuum im Glas. Das Vakuum löst sich, wenn man den Deckel löst. Das ergibt dann das klassische Klack-Geräusch."

Nicht jedes Glas macht Geräusche

Das Einkochen ist ein erprobtes Verfahren, um Lebensmittel durch Erhitzen und Vakuumverschluss haltbar zu machen. Das typische "Klacken" oder "Ploppen" beim Öffnen deutet in der Regel darauf hin, dass mit dem Glas alles in Ordnung ist. Doch die Expertin weist darauf hin, dass es auch Verfahren gebe, die ohne dieses Geräusch auskämen. "Es gibt Prozesse, wo das Glas nicht unter Vakuum erhitzt wird. Da wird nur der Deckel erhitzt und das Glas wird dann verschlossen. Man muss sich dann auch auf seine Sinne verlassen. Es kann sich trotzdem um ein sicheres Lebensmittel handeln."

Welche Rechte haben Verbraucherinnen und Verbraucher?

Sollte sich dennoch der Verdacht erhärten, dass mit dem Glas etwas nicht stimme, könne die Ware reklamiert werden. Denn in Deutschland, so Verbraucherschützerin Julia Müller, habe der Kunde das Recht auf ein einwandfreies Produkt. "Das bedeutet, dass wenn ich jetzt zum Beispiel ein Toast oder eben den Babybrei kaufe und es riecht vielleicht komisch oder es sieht komisch aus (…), dann habe ich die Möglichkeit, wieder in den Laden zurückzugehen und entweder ein Ersatzprodukt oder eine Erstattung zu bekommen." Bei einem nicht-klackenden Glas müsse man auf die Kulanz des Verkäufers hoffen. Anders sehe es bei Rückrufen von Herstellern aus. Dann könne das Produkt ohne Angabe von Gründen im Laden zurückgegeben werden.

Im aktuellen Fall in Österreich weist die Polizei darauf hin, dass manipulierte Gläser nicht nur am fehlenden Klack-Geräusch zu erkennen seien. Auch ein beschädigter Deckel könne ein Hinweis sein. Zudem sollen die manipulierten Gläser einen weißen Aufkleber mit rotem Ring am Glasboden haben.

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