22:15 Uhr | Busse und Bahnen der LVB fahren Umleitungen 

Wegen des Polizeieinsatzes und der Spurenermittlung rund um den Augustusplatz gibt es Einschränkungen im Öffentlichen Nahverkehr. Wie die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) auf ihrer Internetseite mitteilen, werden die Straßenbahnlinien 4, 7, 12 und 15 bis Dienstag 1:30 Uhr über den Georgiring umgeleitet. Einschränkungen gibt es auch auf der Buslinie 89.

22:05 Uhr | Zwei Verletzte im Klinikum St. Georg betreut

Am Leipziger Klinikum St. Georg wurde am frühen Nachmittag sofort der Katastrophenplan aktiviert, wie der Chefarzt der Zentralen Notaufnahme Robert Stöhr auf der Facebookseite der Klinik mitteilte. "Das hat dazu geführt, dass wir uns auch nach Feierabend wieder in der Klinik getroffen haben." Aktuell betreue man in dem Krankenhaus zwei leichter verletzte Patienten.

21:45 Uhr | Hinweise auf psychische Erkrankung des mutmaßlicher Täters

Möglicherweise ist der mutmaßliche Täter psychisch erkrankt. Es gibt Hinweise, dass der Mann erst vor kurzem aus der Psychiatrie entlassen wurde. Das meldet MDR Investigativ. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) sagte auf die Frage nach einer möglichen psychischen Auffälligkeit des Täters, dies werde geprüft.

21:05 Uhr| Augenzeuge schildert Amokfahrt

"Es ging alles ganz schnell", schildert Augenzeuge Mathias Eberlein den Moment, als das Auto in die Fußgängerzone raste. "Ich war auf der Grimmaischen Straße am Museum", sagt er. "Plötzlich habe ich die Schreie gehört: 'Alle zur Seite'". Dann habe er den Motor aufheulen hört. Mathias Eberlein zufolge fuhr das Auto vom Augustusplatz auf Grimmaische Straße. Es sei durch die Menschenmenge gefahren. Dabei habe er eine Person auf dem Auto gesehen. Eberlein zufolge sprangen die Menschen beiseite, bildeten eine Gasse. An Pollern vor der Commerzbank sei das Fahrzeug schließlich zum Stehen gekommen.

21:00 Uhr | BSW fordert Schutzkonzepte für Innenstädte

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) im Sächsischen Landtag fordert nach der mutmaßlichen Amokfahrt Sicherheitskonzepte für Innenstädte des Freistaates. "Unabhängig vom konkreten Motiv stellt sich die Frage, wie wir unsere Innenstädte besser gegen solche Gefahrenlagen schützen können", erklärte der Leipziger BSW-Landtagsabgeordnete Eric Recke.

Fraktionschef Ronny Kupke betonte, jetzt sei es entscheidend, dass die Behörden schnell und transparent aufklären, was genau geschehen sei. "Alles andere wäre den Opfern gegenüber respektlos. Gleichzeitig dürfen wir nicht zulassen, dass solche Ereignisse vorschnell politisch instrumentalisiert werden", so Kupke. Zum jetzigen Zeitpunkt seien Hintergründe der Tat noch unklar. Die Fraktion warnte ausdrücklich vor Spekulationen über Motive.

Die Polizei hat den Tatort in Leipzig weiträumig abgesperrt.Bildrechte: MDR/Anne Espenhain

20:45 Uhr | Grüne drücken Opfern Mitgefühl aus und danken Helfern

Die Vorsitzenden der Grünen im Sächsischen Landtag, Franziska Schubert und Valentin Lippmann, haben den Opfern ihr Mitgefühl ausgedrückt. In einer Mitteilung heißt es: "Wir sind erschüttert und tief getroffen von den schrecklichen Nachrichten aus Leipzig. Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freundinnen und Freunden der Opfer. Wir wünschen allen Verletzten und Betroffenen dieser schlimmen Amoktat eine schnelle Genesung und Kraft bei der Verarbeitung dieses schrecklichen Ereignisses. Wir danken allen Menschen, die vor Ort Hilfe geleistet haben, für ihren selbstlosen Einsatz bei der Versorgung der Verletzten und der Betreuung von Augenzeuginnen und Augenzeugen."

20:40 Uhr | Polizei schaltet Hinweisportal frei

Nach der mutmaßlichen Amokfahrt eines Autofahrers in Leipzig hat die Polizei ein Hinweisportal und ein Hinweistelefon freigeschaltet. Unter der Nummer 0341 966 46666 können Zeugen sich melden. Sie können unter anderem Fotos und Videos hochladen oder Hinweise zum Hergang geben.

Die Leipziger Rettungskräfte haben im Gewandhaus eine Betreuungsstelle eingerichtet.Bildrechte: MDR/Anne Espenhain

20:15 Uhr | Leipzigs OB Jung: "Kaum zu ertragen"

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung zeigte sich nach der Amokfahrt "fassungslos". Die Gedanken seien bei den Opfern, sagte der SPD-Politiker. "Es ist kaum zu ertragen, eine solche Tat an einem Montagnachmittag", sagte Jung. Er dankte den Rettungskräften.

19:50 Uhr | Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes

Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Mordes in zwei Fällen sowie versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen. "Es ist bedauerlich, dass wir zwei Tote zu beklagen haben. Wir haben leider weitere Menschen zu beklagen, die in Krankenhäusern noch um ihr Leben kämpfen," sagte die Leipziger Oberstaatsanwältin Claudia Laube. Sie bat darum, keine überflüssigen Ängste zu schüren. "Wie der Innenminister gesagt hat, wir gehen von einer Amoktat aus. Es gibt keine Anhaltspunkte für irgendeine andere Lesart." Es gebe auch keine Anhaltspunkte für einen weiteren Tatbeteilligten. 

Bei der mutmaßlichen Amokfahrt kamen zwei Menschen ums Leben, drei weitere wurden schwer verletzt. Das haben Staatsanwaltschaft und Polizei offiziell bestätigt.

19:40 Uhr | 33-jähriger Deutscher ist mutmaßlicher Täter

Bei dem festgenommenen Fahrer handelt es sich um einen 33-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit, der in Leipzig wohnt. Der Mann sei von Einsatzkräften noch an seinem Fahrzeug gestellt und festgenommen worden, teilte die Polizei am Abend bei einer Pressekonferenz mit. Er befinde sich aktuell in polizeilichem Gewahrsam. "Es ist ein Amoktäter", sagte Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) in Leipzig.

19:35 Uhr | Regierungschef Kretschmer spricht von "mutmaßlicher Amokfahrt" in Leipzig

Nach dem tödliche Vorfall mit einem Auto in der Leipziger Innenstadt hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) von einer "mutmaßlichen Amokfahrt" gesprochen. Kretschmer schrieb zu der Tat mit zwei Toten und mehreren Verletzten im Kurzbotschaftendienst X: "Das erschüttert mich zutiefst". Die Tat mache "uns sprachlos", die Behörden würden aber "alles daransetzen, sie schnell und vollständig aufzuklären".

19:20 Uhr | MDR SACHSEN ändert Radioprogramm am Abend

Nach dem Vorfall mit mindestens einem Toten und vielen Verletzten ändert MDR SACHSEN - Das Sachsenradio sein Abendprogramm und sendet ab 20 Uhr aus dem Landesfunkhaus in Dresden zum aktuellen Geschehen.

19:10 Uhr | Betreuungsstelle für Betroffene im Gewandhaus

Die Leipziger Rettungskräfte haben im Gewandhaus eine Betreuungsstelle eingerichtet. Wie die Polizei mitteilte, können Betroffene, die sich noch vor Ort befinden, dort Hilfe in Anspruch nehmen. Auch Personen, die sich als Zeugen des Tathergangs zur Verfügung stellen wollen, seien aufgerufen, sich dort zu melden. 

18:50 Uhr | Stadt Leipzig: 20 weitere Betroffene

Neben mindestens einem Toten und zwei Verletzten gibt es nach dem Vorfall in der Leipziger Innenstadt nach Angaben der Stadt etwa 20 weitere Betroffene. Zum genauen Grad der Verletzungen war zunächst nichts bekannt.

Die Rettungskräfte in Leipzig haben nach Polizeiangaben einen sogenannten "Massenanfall von Verletzten" (MANV) ausgerufen. Dabei handelt es sich um einen Notfall, der "besondere planerische und organisatorische Maßnahmen erfordert" - so schreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz. Dabei können beispielsweise die Alarmpläne der Krankenhäuser ausgelöst oder zusätzliche Rettungskräfte aus umliegenden Regionen zur Verstärkung nachbeordert werden.

18:40 Uhr | GEW-Demo wird abgebrochen

Eine geplante Demo der Gewerkschaft GEW "Kitas retten" am nahen Neuen Rathaus in Leipzig musste wegen des Vorfalls abgebrochen werden. Das sagte ein Sprecher der GEW Sachsen dem MDR. Demnach wurde die Versammlungsleitung kurz nach Beginn von der Polizei informiert. Die Veranstaltung sei daraufhin beendet worden. Unter den Teilnehmern habe es keine Verletzten gegeben.

18:20 Uhr | Polizei korrigiert: mindestens ein Toter

Über die Zahl der Opfer kursieren unterschiedliche Angaben. Während Behördensprecher zunächst von zwei Toten sprachen, hat ein Polizeisprecher das korrigiert. Demnach gibt es ein Todesopfer. Unklar ist, ob es sich um eine vorsätzliche Amokfahrt, einen Unfall oder ein anderes Geschehen handelt; dazu liegen keine offiziellen Angaben vor.

18:11 Uhr | Fahrer in Leipzig festgenommen

Nachdem ein Auto in der Leipziger Innenstadt in mehrere Menschen gefahren ist, ist der Fahrer festgenommen worden. Das teilte die Polizei auf X mit. Von dem Fahrer gehe derzeit keine Gefahr mehr aus.

18:00 Uhr | Polizei bestätigt Todesopfer nahe Augustusplatz in Leipzig

Nach Angaben der Polizei wurden zwei Menschen durch das Auto getötet und mindestens zwei schwer verletzt.

17:30 Uhr | Auto fährt in Menschenmenge in Innenstadt

In der Leipziger Innenstadt läuft aktuell ein Polizei-Großeinsatz. Wie ein Polizeisprecher MDR SACHSEN bestätigte, ist in der Grimmaischen Strasse ein PKW in eine Menschenmenge gefahren. Es gibt mehrere Verletzte. Einzelheiten zu den genauen Umständen und der Art der Verletzungen konnte die Polizei noch nicht sagen. Ein Polizeisprecher sprach von einer "dynamischen Lage".

In Leipzig ist ein Auto in mehrere Menschen gefahren. Nach Angaben der Polizei gibt es mehrere Verletzte.Bildrechte: MDR/privat

Die Grimmaische Straße führt vom zentralen Augustusplatz in die Leipziger Fußgängerzone. In der Nähe befinden sich die Universität sowie die Nikolaikirche Leipzig, ein zentraler Ort der Friedlichen Revolution.

MDR (kbe)

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