Teures Kerosin: Reiche sieht Belastung für Urlaubsreisende
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche rechnet damit, dass Flüge infolge des Irankriegs teurer werden. Das sagte Reiche am Montag bei einem Besuch der Ölraffinerie PCK in Schwedt. Grund sei der angespannte Kerosin-Markt. Durch die Straße von Hormus fließt ein großer Teil des weltweiten Öls. Wenn von dort weniger ankommt, fehlt auch Kerosin für Flugzeuge.
Die Ministerin sagte, es müsse jedoch nicht mit großen Ausfällen gerechnet werden. Die vorhandenen Reserven seien noch nicht aufgebraucht. Die Situation sei stabil, nur bei höheren Preisen. Reiche verwies zugleich auf "wirklich gute Gespräche" mit der polnischen Regierung, um die seit Anfang Mai wegfallenden Öllieferungen aus Kasachstan zu kompensieren.
Reiche: Teurer Flug bedeutet, dass geflogen werden kann
Hinsichtlich der Sorge vor Kerosin-Engpässen im Sommer warb die Ministerin dafür, zwischen teureren Flügen und einem Ausfall des Flugverkehrs zu unterscheiden: "Mir erscheint manche öffentliche Diskussion doch weit überzogen."
Reiche sagte mit Blick auf Urlaubsflüge, der Markt zeige derzeit durch hohe Preise ein Verhalten, das für den individuellen Urlaubsreisenden eine Belastung werden könne. Ein teurer Flug bedeute aber, dass geflogen werden könne. Man sei im engen Austausch mit Fluggesellschaften, Raffinerien und Flughafenbetreibern.
Ja, der Markt zeigt zurzeit durch hohe Preise ein Verhalten, was für den individuellen Urlaubsreisenden eine Belastung werden kann.
Bundesregierung will Raffineriestandorte erhalten
Zudem kündigte Reiche bei ihrem Besuch in Schwedt ein Raffineriekonzept der Bundesregierung an, das darauf abziele, die Raffineriestandorte in Deutschland wirtschaftlich zu halten. Hintergrund ist der Anstieg der Energiepreise als Folge des Iran-Krieges, aber vor allem der seit Anfang Mai geltende Stopp des Transits von kasachischem Rohöl durch Russland über die Druschba-Pipeline.
Die Bundesregierung bemüht sich seitdem, diese Mengen durch alternative Wege zu ersetzen, etwa über den polnischen Hafen Danzig.
Reuters,dpa (isc)
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