DBB-Team kontert Pfeifkonzert mit nächster Abreibung
Die deutschen Basketballer sind augenscheinlich in Topform. Auch im dritten Vorrundenspiel der EM knacken sie die 100-Punkte-Marke, auch Litauen ist letztlich chancenlos gegen das Team um Dennis Schröder. Daran ändern auch die euphorischen Fans des Gegners nichts.
Auf nach Riga! Angeführt von Kapitän Dennis Schröder sind die deutschen Basketballer mit dem nächsten Offensivspektakel gegen starke Litauer vorzeitig ins EM-Achtelfinale gestürmt. Durch das 107:88 (55:47) im dritten Vorrundenspiel in Tampere/Finnland ist dem Team von Interimsbundestrainer Alan Ibrahimagic in der Sechserstaffel B einer der ersten vier Plätze sicher, die Chancen auf den so wichtigen Gruppensieg sind für den Weltmeister nach dem Erfolg im wegweisenden Duell bestens.
"Auf jeden Fall war das eine sehr, sehr gute Leistung. Aber der Job ist immer noch nicht vorbei hier, wir wollen Erster werden hier in dieser Gruppe", sagte Ibrahimagic bei Magentasport und forderte: "Nach vorne schauen, fokussiert bleiben."
Die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) trifft am Montag (15.30 Uhr) auf Außenseiter Großbritannien, alles andere als ein Sieg wäre eine Sensation. Zum Abschluss der Gruppenphase dürfte es am Mittwoch (19.30/jeweils RTL und MagentaSport) gegen Gastgeber Finnland mit dem bislang glänzend aufgelegten NBA-Profi Lauri Markkanen (Utah Jazz) etwas kniffliger werden, doch die Rollen sind auch dann klar verteilt. Holen die Deutschen Platz eins, gehen sie voraussichtlich den Medaillenkandidaten Serbien und Türkei sowie Gastgeber Lettland aus der Überkreuzgruppe A im Achtelfinale aus dem Weg.
Zum Turnierstart hatte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) ohne den weiter kranken Bundestrainer Àlex Mumbrú Montenegro (106:76) und Schweden (105:83) überrollt, doch das bedeute mit Blick auf Litauen "gar nichts", betonte Schröder vor dem Wiedersehen mit den ebenfalls ungeschlagenen Balten, gegen die es bei der Heim-EM 2022 einen schwer erkämpften Sieg gegeben hatte (109:107 nach doppelter Verlängerung).
"Wenn wir das Tempo hoch halten ..."
Bei der Mannschaftsvorstellung wurde der Weltmeister von den vielen litauischen Fans in der Tampere Deck Arena ausgepfiffen, doch das zeigte keinerlei Wirkung. Die Deutschen trafen ausgezeichnet, starteten wie gegen Schweden stark (10:2/3. Minute). Es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel, weil auch die Litauer - besonders von der Dreierlinie - erfolgreich punkteten. Durch eine starke Phase Ende des ersten Viertels zog das DBB-Team davon. Maodo Lo, der künftig in Litauen für Zalgiris Kaunas spielen wird, setzte mit einem Dreier den Schlusspunkt (32:20).
Nach einem 18:3-Run hieß es 36:21 (11.), das deutsche Team ließ den Ball gut laufen, nutzte seine vielen Angriffsoptionen. Nicht einmal 16 Minuten (!) waren gespielt, da fiel die 50-Punkte-Marke. Doch die Litauer um den starken Rokas Jokubaitis, Neuzugang von Meister Bayern München, ließen sich nicht abschütteln, verkürzten vor der Pause. "Es ist ein sehr intensives Spiel, beide Mannschaften wollen rennen, das zeigt sich im Score", sagte Johannes Thiemann bei MagentaSport.
Ibrahimagic forderte vor dem Seitenwechsel schnelles Spiel ("Wenn wir das Tempo hoch halten, sehen wir gut aus"), und seine Schützlinge lieferten - besonders Franz Wagner kam stark aus der Kabine. Einen 10:0-Lauf der Litauer zum 70:79 (29.) steckte der Favorit weg, zog in der Schlussphase wieder an und knackte zum dritten Mal die 100 Punkte. Gegen die Litauer, die ihre erste Turnierniederlage kassierten, glänzte Schröder (26 Punkte) als Topscorer. Auch auf Wagner (24) und Daniel Theis (23) war im Angriff Verlass.
Bei der Finalrunde in Riga/Lettland könnte Bundestrainer Àlex Mumbrú an die Seitenlinie zurückkehren. Der Spanier befindet sich wegen eines akuten Abdomens weiter im Krankenhaus und wurde gegen Litauen wie schon zuvor durch Assistenzcoach Ibrahimagic vertreten.
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