Dieser Sturz hat bei den Österreichern für große Betroffenheit gesorgt. Nachdem Katharina Liensberger am Freitag im Training zur Vorbereitung auf den Weltcup in Kranjska Gora (Slowenien) zu Fall gekommen war, herrscht jetzt bittere Gewissheit: Die Österreicherin wird die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo (6. bis 22. Februar) verpassen. Liensberger ist bereits operiert worden und fällt mit Schienbeinkopf-Fraktur sowie Meniskus- und Innenbandriss für den Rest der Saison aus.

Offenbar geht es für die 28 Jahre alte Technik-Spezialistin sogar um die Fortsetzung ihrer Karriere. ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher in einer Verbandsmitteilung: „Wir hoffen einfach und wünschen natürlich auch alles Gute, dass das so schnell wie möglich heilt. Dass es irgendwann dann auch wieder funktioniert zum Skifahren. Es ist wirklich eine schwere Verletzung, muss man einmal dazusagen.“

„Wir haben schon fast ,Waffen‘ unter den Füßen angeschnallt“

Dabei sei der Sturzhergang laut Stecher alles andere als schlimm gewesen. „Es war ein Linksschwung, wo es nachher in eine Kompression gegangen ist, wo sie dann zusammengeklappt ist. Und beim Zusammenklappen hat es das Knie überstreckt. Damit ist dieser Schienbeinkopfbruch entstanden“, sagte er.

Teamkollegin Julia Scheib, die im Riesenslalom in Kranjska Gora Zweite hinter der Schweizerin Camille Rast wurde, litt mit Liensberger. „Das will keiner sehen, aber es gehört leider dazu und zeigt auch, wie gefährlich unser Sport ist. Man kann harmlos wegrutschen und wir haben schon fast ,Waffen‘ unter den Füßen angeschnallt“, sagte Scheib.

Für die Österreicher ist der Ausfall so kurz vor Beginn der Winterspiele extrem bitter. Denn Liensberger gilt trotz ihrer bisher durchwachsenen Saison (nur zwei Top-10-Ergebnisse) besonders bei Großereignissen immer als Medaillenkandidatin. Im Slalom wurde sie 2021 Weltmeisterin in Cortina. Ausgerechnet auf der Strecke, auf der jetzt auch olympische Medaillen vergeben werden.

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