BVB löst Champions-League-Ticket gegen desolate Freiburger
Borussia Dortmund hat im 1000. Bundesliga-Heimspiel der Clubgeschichte gegen den desolaten SC Freiburg zum elften Mal in Serie die Champions-League-Qualifikation vorzeitig gesichert. Nach zuvor zwei Niederlagen am Stück fertigte der BVB die Breisgauer zum Abschluss des 31. Spieltages ohne Mühe mit 4:0 (3:0) ab. Gleichzeitig war es der 600. Heimsieg in der Bundesliga für die Westfalen.
In den verbleibenden drei Saisonspielen geht es für das Team von Trainer Niko Kovac nun noch darum, die Vizemeisterschaft zu sichern. Nach 31 Spielen haben die Dortmunder fünf Zähler Vorsprung vor RB Leipzig. Freiburg fiel mit weiterhin 43 Punkten hinter Eintracht Frankfurt zurück auf Rang acht.
„Man hat heute bei Dortmund gemerkt, dass sie nach zwei Niederlagen unbedingt das Spiel gewinnen wollten. Eigentlich war das Spiel schon nach der ersten Halbzeit vorbei“, sagte Freiburgs Lucas Höler: „Wir haben unter der Woche extrem viele Körner gelassen. Dortmund war heute ausgeruhter, das hat man gesehen. Eine Ausrede darf das aber nichts ein. Wir waren einfach nicht gut heute. Wir müssen jetzt alle Kräfte bündeln und am Donnerstag den Grundstein fürs Weiterkommen legen. Es gibt noch einiges zu gewinnen“
Zwischen dem Halbfinal-Aus im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart und dem von Häöler angesprochenen Halbfinal-Hinspiel in der Europa League bei Sporting Braga ließen die Gäste indes auch jeglichen Biss vermissen. Alle drei Treffer vor der Pause durch Maximilian Beier (8. Minute), Serhou Guirassy (14.) und Ramy Bensebaini (32.) resultierten aus heftigen individuellen Abwehrfehlern. Der eingewechselte Fabio Silva (87.) erzielte kurz vor Schluss den Endstand.
Freiburg mit sieben neuen Spielern
Freiburgs Trainer Julian Schuster hatte auf gleich sieben Positionen rotiert. Das hatte es unter seine Ägide bislang noch nie gegeben. Johan Manzambi und Matthias Ginter standen nach dem intensiven Pokal-Fight in Stuttgart gar nicht erst im Kader.
Einmal mehr ging der Sportclub so in Dortmund unter. Aus den vergangenen sechs Auswärtsspielen bei den Schwarzgelben gelang Freiburg bei 25 Gegentoren nicht ein Punkt. Allzu konsequent nutzte der BVB auch diesmal die teils grotesken Abwehrschnitzer aus. Beim ersten Gegentor patzte Derry Scherhant, so dass der flinke Außenstürmer Beier ohne Probleme ein steiles Bensebaini-Zuspiel ersprintete und sicher verwertete.
Ich war‘s: Maximilian Beier traf früh zum 1:0 für den BVBNur sechs Minuten später schlief Ifechukwu Ogbus, so dass Guirassy ein überlegtes und feines Zuspiel von Julian Brandt ins Netz spitzeln konnte. Bensebainis Kopfball-Tor nach einem Eckball von Julian Ryerson war schon die frühe Vorentscheidung. Diesmal hatte Igor Matanovic nicht aufgepasst. Für Ryerson war es bereits der neunte Eckball in dieser Saison, der zu einem Torerfolg führte - Ligabestwert.
Nach dem Wechsel tat Dortmund nicht mehr als nötig und verwaltete das 3:0. Bis auf ein wegen Abseits aberkanntes Tor kam von Freiburg indes auch nicht mehr viel. Angesichts des Spielstandes spielten die Dortmunder längst nicht mehr so konsequent und entschlossen wie noch vor der Pause.
Das Spiel plätscherte nur noch vor sich hin – bis zur 87. Minute: Dann traf der erst drei Minuten zuvor eingewechselte Fabio Silva nach Vorarbeit des ebenfalls frisch gekommenen Daniel Svensson zum 4:0 und bescherte den BVB-Fans zum Abschluss noch einmal einen Grund zum Jubeln.
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