Inhalt des Artikels:

  • Bahnverkehr im Norden weiter eingeschränkt
  • Keine größeren Behinderungen in Thüringen
  • Liegengebliebene Laster auf Sachsens Autobahnen
  • Vereinzelte Unfälle in Sachsen-Anhalt

Wintersturm "Elli" hat viel Schnee nach Deutschland gebracht und für zahlreiche Staus und Unfälle auf Autobahnen und Straßen sowie erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr gesorgt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine amtliche Unwetterwarnung in der Nacht zu Sonntag zwar aufgehoben Er warnt aber bis Montagvormittag für den größten Teil Deutschlands, darunter auch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, vor strengem Frost. Für Montag hat der DWD zudem eine Unwetterwarnung vor Glatteis in Teilen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen herausgegeben.

Bahnverkehr im Norden weiter eingeschränkt

Der wetterbedingt teils ausgesetzte Fernverkehr der Bahn in Norddeutschland ist nach Unternehmensangaben auf allen Hauptstrecken wieder angelaufen. Die Deutsche Bahn (DB) teilte am Sonntagvormittag mit, es sei jedoch weiterhin nur ein reduziertes Angebot möglich und es könne noch zu Ausfällen kommen. Weitere Strecken, etwa nach Kopenhagen, Amsterdam oder Rostock, wurden noch nicht wieder bedient. Auch der Nahverkehr in Schleswig-Holstein und Niedersachsen blieb stark eingeschränkt. Die Bahn hatte den Fernverkehr im Norden am Freitagvormittag wegen des Sturmtiefs "Elli" komplett eingestellt. Die Wetterlage besserte sich bereits am Freitag, dennoch kam es laut DB auch Samstagmorgen noch zu Schneeverwehungen. Zudem waren Weichen eingefroren und blockiert.

Ein InterCity nach Dresden fährt in den Bahnhof Flughafen Leipzig/Halle ein.Bildrechte: picture alliance/dpa | Jan Woitas

Seit Samstagmittag ist die ICE-Bahnstrecke zwischen Leipzig/Halle und Erfurt wieder befahrbar. Der Deutschen Bahn zufolge ist es wegen einer Weichenstörung zu Verspätungen und Ausfällen gekommen. In Richtung Halle/Leipzig waren die Schnellzüge über Weimar und Naumburg umgeleitet worden. Dadurch waren die Züge teilweise über eine Stunde länger unterwegs. Probleme mit Weichen gab es auch auf dem Leipziger Hauptbahnhof. Laut Bahn sind deswegen nicht alle Gleise befahrbar gewesen.

Keine größeren Behinderungen in Thüringen

Am Freitagmorgen war ein Lkw auf der A4 bei Gebesee im Kreis Sömmerda umgekippt.Bildrechte: picture alliance/dpa/Wichmann TV | Martin Wichmann

Auf den Straßen und Autobahnen in Thüringen hat sich unterdessen die Lage entspannt. Nach Angaben der Polizei hat es in der Nacht zu Samstag keine größeren Behinderungen mehr gegeben, obwohl es weiter schneite. Starker Schneefall und Glätte hatten am Freitag in vielen Regionen Thüringens für Unfälle und Behinderungen gesorgt. Betroffen waren unter anderem die Autobahnen A9, A4, A38 und A71, aber auch viele Bundesstraßen im Freistaat. In Städten wie Gera und Jena war der Nahverkehr zeitweise stark beeinträchtigt. Nach Angaben der Deutschen Bahn fielen zeitweise die Regionalzüge zwischen Nordhausen, Ellrich und Northeim in Niedersachsen aus. Zwischen Artern und Sangerhausen sollten die Züge noch bis Samstagabend ausfallen.

Liegengebliebene Laster auf Sachsens Autobahnen

Eis und Schnee hatten auch am Samstag den Verkehr in Sachsen beeinträchtigt – auch wenn die Lage nach Angaben der Polizei weniger angespannt gewesen war als befürchtet. Auf den Straßen des Freistaates war es dennoch immer wieder zu Unfällen gekommen, wobei es ersten Angaben zufolge zumeist bei Blechschäden blieb. Wie eine Sprecherin des Verkehrswarndienstes sagte, waren liegengebliebene Lastwagen auf Bundesstraßen und Autobahnen ein Hauptproblem. So musste auf der A4 bei Zwickau am Samstagmittag die Fahrbahn in Richtung Chemnitz für die Bergung eines umgekippten Lkw gesperrt werden. Am frühen Morgen war der A17-Tunnel Coschütz zeitweise gesperrt, nachdem sich ein Laster auf glatter Fahrbahn quer gestellt hatte. Auf der A17 in Fahrtrichtung Prag wurden drei Menschen bei einem Unfall mit drei Lastern verletzt.

Neben dem Fernverkehr der Deutschen Bahn war auch der regionale Bahnverkehr in Sachsen vom Wintereinbruch betroffen. Nach Bahn-Angaben kam es bei der S-Bahn Mitteldeutschland zu Verzögerungen, aber auch zu Ausfällen.

Vereinzelte Unfälle in Sachsen-Anhalt

Auf den Straßen Sachsen-Anhalts hat sich die Lage seit Freitag allmählich entspannt. Trotz weiterhin glatter Straßen hatte die Polizei bis Samstagnachmittag nur vereinzelte Unfälle gemeldet, die meist mit Blechschäden abgingen. Vier Lkw-Unfälle wurden von der A2 gemeldet. Auf der A14 im Landkreis Börde rutschten zwei Autos in die Leitplanken. Von der A38 wurden mehrere kleinere Unfälle ohne Verletzte gemeldet. Die Bergungsarbeiten nach dem Umkippen eines Lkw am Freitag auf der A38 bei Eisleben wurden am Samstag beendet. Starker Schneefall und Glätte hatten vor allem am Freitag zu zahlreichen Verkehrsunfällen in Sachsen-Anhalt geführt. Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld hatten sich an unterschiedlichen Stellen gleich mehrere Autos oder Lastwagen in Schneeverwehungen festgefahren. Im Harz waren aufgrund der starken Schneefälle Straßen zeitweise gesperrt.

Zudem ist es zu Ausfällen und Verspätungen im Regionalverkehr der Deutschen Bahn gekommen. Nach Angaben der dortigen Verkehrsbetriebe in Dessau kommt es auch am Sonntag weiterhin zu Ausfällen und Verspätungen der Straßenbahnen. In Teilen des Landes war am Samstag zudem der Busverkehr wegen starker Schneefälle gestört.

MDR/dpa (dni/kar)

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