• Sven Schulze beerbt Reiner Haseloff als Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt – es warten viele Herausforderungen auf ihn.
  • Kaum ein Politiker steht derzeit so unter Druck wie der neue Regierungschef in Sachsen-Anhalt.
  • Die CDU gibt sich beweglich und setzt ihr Vertrauen in Schulze.

Es ist ein enormer Vertrauensvorschuss, den der Magdeburger Landtag Sven Schulze gegeben hat. Reiner Haseloff, längster amtierender Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt, tritt vorzeitig ab, um seinem Nachfolger den Weg zu ebnen. Ein Schritt, den er und Schulze im letzten Jahr stets ausgeschlossen hatten.

CDU steht vielen Herausforderungen gegenüber

Doch hat sich seitdem kaum etwas getan: Niedrige Bekanntheitswerte, kaum verkaufbare Erfolge im Wirtschaftsressort und eine drückend starke AfD, die in Umfragen zuletzt deutlich vorn lag. Die CDU hat verstanden, dass sie sich jetzt bewegen muss – bevor sie es nicht mehr kann.  

Vertrauen, Rückendeckung und das höchste Amt für Schulze

Nun stattet Schulzes Partei ihn mit allem aus, was ein Spitzenkandidat braucht: Vertrauen in den eigenen Reihen, Rückendeckung der Koalition und dem höchsten Amt im Land. Eigentlich komfortabel. 

Doch Schulze steht unter Druck wie kaum ein anderer Politiker derzeit. Er muss regieren und werben zugleich – ein Spagat, den noch kein Amtsneuling in so kurzer Zeit meistern musste.

CDU beweist Flexibilität

Diese Wahl ist ein taktischer Schritt. Von Kritikern mal als parteipolitisches Manöver, mal als Zeichen der Nervosität gedeutet. Doch der Schritt ist konsequent. Er zeigt, dass die CDU beweglich ist und reagieren kann. 

Und es ist ein Risiko. Schulze hat heute gezeigt, dass er willens ist, sich zu bewegen. Als Ministerpräsident muss er Arbeitsplätze sichern und Zuversicht verbreiten. Viel Zeit bleibt ihm nicht. Am 6. September wird sich zeigen, ob aus dem taktischen Manöver eine Strategie für das Land geworden ist.

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