• Minensucher samt Führungs- und Versorgungsschiff
  • Hormus-Blockade belastet Weltwirtschaft
  • Ausweitung bestehender EU-Mission

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat zur Vorbereitung eines möglichen Einsatzes in der Straße von Hormus die Verlegung deutscher Marine-Einheiten ins Mittelmeer angekündigt. Konkret sollen ein Minensucher sowie ein Führungs- und Versorgungsschiff entsandt werden, sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". Ziel sei es, im Falle eines Mandats des Bundestages rasch handlungsfähig zu sein. Wann genau die Schiffe aufbrechen sollen, sagte er nicht.

Um Zeit zu sparen, haben wir uns entschieden, einen Teil der deutschen Einheiten frühzeitig ins Mittelmeer zu verlegen, um dann – nach Mandatsbeschluss – keine weitere Zeit zu verlieren.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)Rheinische Post

Hormus-Blockade belastet Weltwirtschaft

Infolge des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormus derzeit blockiert. Die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman ist eine wichtige Schifffahrtsroute für den Ölhandel. Die Blockade belastet daher die Weltwirtschaft schwer. Ein tatsächlicher Einsatz am Persischen Golf ist Pistorius zufolge jedoch an strikte Bedingungen geknüpft. Voraussetzung für einen Einsatz sei zuallererst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran.

Ausweitung bestehender EU-Mission

Als rechtlichen Rahmen brachte der Minister eine Ausweitung der bestehenden EU-Mission "Aspides" ins Spiel, deren Mandat bislang auf die Abwehr von Gefahren im Roten Meer beschränkt ist. Dafür müsse der Rechtsrahmen angepasst werden, wobei auch eine Beteiligung der USA und Großbritanniens an der Mission notwendig sei. Die deutsche Marine solle dann mit ihren Fähigkeiten zur Minenräumung zu einer freien und sicheren Schifffahrt in der Meerenge beitragen.

Reuters/dpa (dni)

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